Kommissar auf 4 Pfoten

 

Kommissarin Hilde Frank betrat das schöne abgelegene Haus. „Guten Morgen, Frau Frank,“ sagte ein Beamter. Er war von der Spurensicherung. „Guten Morgen, Lindemann.“ Sagte Frau Frank. Sie ging den Flur entlang und betrat das Zimmer in welchem der Ermordete lag. Dort war auch der  Gerichtsmediziner .

„Guten Morgen , Hans.“, sagte Frau Frank. „Guten Morgen, Hilde.“ „Und“? fragte sie. „ER wurde erwürgt. Vor ungefähr 2 Stunden.“ Der Beamte von der Spurensicherung trat ins Zimmer. „Die Frau von gegenüber hat jemanden aus dem Haus kommen sehen. Er war maskiert. Die Autonummer  hat sie sich nicht aufgeschrieben,“ sagte er. „Warum sollten wir es auch einfach haben“ , meinte Hilde Frank.

Es klingelte. Hilde Frank öffnete die Tür. Eine Frau stand vor stand nun vor Hilde. „Guten Morgen“, sagte sie, „Ich wollte zu Herrn Lehmeier. Ist etwas Passiert?“ „Mein Name ist Frank. Ich bin von der Mordkommission. Herr Lehmeier wurde ermordet.“ „Ermordet? Das ist ja entsetzlich,“ sagte die Frau. „Darf ich sie nach ihrem Namen fragen und was sie von ihm wollten?“  „Ja, natürlich. Ich  heiße Niemeier und bin die Gesellschafterin von Herrn Lehmeier“. „Ich würde Ihnen gerne einige Fragen stellen. Kommen Sie doch herein“, sagte die Kommissarin.

Sie setzten sich, als sie plötzlich ein Kratzen am Fenster hörten. „Oh, da ist ja Sissi! Sie müssen wissen, dass Herr Lehmeier eine Katze hatte“, sagte Frau Niemeier und ging, um das Fenster zu öffnen. „Aber Sissi, warum kommst du denn nicht wie sonst, durch dein Katzentürchen?“ „Was soll denn nun aus der Katze werden?“ wollte Frau Frank wissen. „Ich kann sie leider nicht zu mir nehmen, ich habe nur eine kleine Wohnung“, wandte sogleich Frau Niemeier ein.

„Nun gut,“ sagte Hilde Frank, „sie kann ja erst mal mit zu mir kommen. Nicht war Sissi?“ „Miau!“ war die  Antwort.

Am nächsten Tag wollte Frau Frank, mit einigen Verdächtigen reden. Zuerst war die Ex-Frau Karin Lehmeier, von Herrn Lehmeier an der Reihe.  „Wo waren Sie, Als der Mord geschah?“, wollte Hilde Frank von Ihr wissen. „Nun ja, ich war die ganze Nacht und auch noch am Morgen, bei einer Freundin. Wir haben etwas gefeiert, weil sie befördert worden ist.“ 

„Dann kann Ihre Freundin das sicher bezeugen.“ Hilde Frank  ließ sich Namen und Adresse geben. Auch wollte Hilde noch wissen, wie die Ex-Frau, zu dem ermordetem gestanden hat, nach dem sie sich getrennt hatten. Es stellte sich aber heraus, das die beiden sich in Freundschaft getrennt hatte.  Sie hatten auch nach der Scheidung, einen sehr guten Kontakt  zu einander. Gingen hin und wieder zusammen essen oder besuchten sich gegenseitig zu Hause. Hin und wieder hatte der Tote seiner Ex-Frau geholfen, wenn es was zu reparieren gab.

Es schien alles zum guten verlaufen zu sein......

 Dann verabschiedete sie sich  um den Bruder des Ermordeten aufzusuchen.

Doch dieser hatte wirklich ein Wasserfestes Alibi, da er mit seinem gebrochenem Bein im Krankenhaus lag. Dennoch befragte sie ihn, nach eventuell vorhandenen Feinden, seines Bruders Klaus und wie er zu ihm gestanden hatte. Doch  Klaus konnte sich nicht vorstellen, dass sein Bruder irgend welche Feinde gehabt haben sollte. Denn er war ein sehr gut Mühtiger Mensch, der allen gerne geholfen hatte, wenn er konnte. Auch Klaus, hatte ein gutes Verhältnis zu seinem nun totem Bruder gehabt.

Als Hilde dann endlich nach hause kam, wurde sie gleich von *Sissi* begrüßt. „Na, du kleine Mieze? Vermisst du dein Herrchen? Du Arme!“

Sissi, sah wirklich etwas betrübt aus. Doch wie sollte sie ihrer Menschenfreundin klar machen, dass sie ihr etwas zeigen wollte? „Miauuuuuuuuuu!“ „Na, was willst du denn?“ fragte Hilde. „Weist du was? Wir gehen nachher mal rüber, in dein altes zu Hause, ich muss nämlich noch nach Hinweisen suchen. Vielleicht haben wir ja noch etwas übersehen, was uns weiter helfen kann.“

Als wenn *Sissi*  sie verstanden hätte rannte sie zur Türe und schaute eindringlich zu Hilde hinüber. „So ,so du bist aber eine ganz schlaue!“ lachte Hilde Frank.

Etwa eine halbe Stunde später waren sie auch schon da. Vor der Haustüre, ließ Frau Frank  * Sissi* aus Ihrem Transportkörbchen. Schnell lief *Sissi * durch die Katzentür. Hilde folgte ihr, nachdem sie die Haustüre aufgeschlossen hatte. „*Sissi* , wo steckst du denn?“

*Sissi * saß auf der Fensterbank und gab zu verstehen, dass man ihr das Fenster öffnen sollte. „Na gut, wie du willst. Nun lauf ,“ sagte Hilde, nachdem sie das Fenster geöffnet hatte.

*Sissi * lief hinaus und kam erst nach geraumer Zeit wieder herein, in der zwischen Zeit, hatte Hilde, sich im Haus umgeschaut und nach Spuren gesucht.

Die Katze kam dieses mal  durch Ihr Katzentürchen, da sie mit „ihrer Beute“ nicht auf den Fenstersims springen konnte. In der Schnauze trug sie ein kleines Etui, das sie stolz vor, oder besser hinter Hilde ablegte, da diese ihr den Rücken zu wandte . „Miau!“ Erschrocken drehte Hilde sich um und blickte auf die Katze.  „Man, hast du mir einen schrecken eingejagt! Was hast du denn da gefunden?“ Hilde bückte sich und nahm das Etui hoch um es sich näher an zu sehen.

Es war ein kleines rotes Etui, in dem sich noch etwas Schminkpuder befand und ein kleiner runder Spiegel Außerdem, fand sie auf der Unterseite die Initialen : M.R. !

„M.R.! Wer könnte das sein?“ wunderte sich die Kommissarin. Plötzlich fiel ihr ein : M.R. , Martina Reimanns!“ , so hieß die Freundin von der geschiedenen Frau, des ermordeten Lehmeiers.

„Na, dann werden wir der Freundin mal einen Besuch abstatten. Dich werde ich am besten mitnehmen.“

Schon bald standen Sie vor der Wohnungstür von Frau Reimanns und klingelten. Eine recht große Frau öffnete ihnen. „Guten Tag“, sagte die etwas verwirrt erscheinde Frau. „Guten Tag. Frau Reimanns?“

„Ja, so steht es an meiner Haustüre. Und mit wem habe ich die Ehre?“ „Hilde Frank, Mordkommission. Ich ermittle in dem Mordfall Reinhold Lehmeier.“

„Oh, ja meine Freundin Karin, hat mich schon angerufen. Ist das nicht schrecklich? Kommen sie nur rein.“ Doch dann fiel ihr Blick auf die Katze, die Hilde im Körbchen trug. „Ach das räudige Vieh, haben sie auch mit gebracht?“ Hilde ging nicht darauf ein. „Sie haben also mit Reinhold Ihre Beförderung gefeiert?“ „Oh, ja! Sie war bis morgens, gehen 10 Uhr bei mir.“ Hilde öffnete das Katzenkörbchen, als Frau  Reimanns nicht hin sah.

Sogleich sprang *Sissi * heraus und mit wildem Fauchen, griff sie Frau Reimann an. „Nehmen Sie das Vieh weg!“ und sprang einen Schritt zurück, um aus der reichweite der Krallen zu kommen.

„Ah, Sie kennen die Katze? Somit waren sie wohl schon einmal bei Herrn Lehmeier?“ frage Frau Frank. „Nein, wieso denn? Ich kenne ihn gar nicht, Karin und ich, haben uns erst nach Ihrer Scheidung kennen gelernt.“

Frau Frank zog das Etui aus Ihrer Tasche. „Vermissen Sie vielleicht etwas?“ „Wo haben Sie es gefunden?“ „Es ist also Ihres?“ ,wollte Hilde wissen.

*Sissi * hatte sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt, und sah sich ein wenig um. „Haben sie denn schon Spuren gefunden, die auf den Täter hinweisen?“ „Nein, bis jetzt noch nicht, aber wir sind noch nicht fertig.“ „Wie wurde Er denn ermordet“, wollte Frau Reimanns noch wissen. „ Er wurde erwürgt.“ „Und Sie glauben, das seine Ex-Frau Karin es war?“ „Eigentlich nicht. Schließlich haben wir diese Etui gefunden. Es lag vermutlich im Garte, die Katze hat es reingeschleppt.“

Kaum hatte Hilde den Satz beendet, als auch *Sissi * wieder herein kam, sie zerrte eine Maske mit sich, die sie unter einem Schrank gefunden hatte. Es war eine schwarze Strumpfmaske. „Haben Sie mit Frau Lehmeier Räuber und Gendarm gespielt?“ fragte die Kommissarin ernst.

Frau Reimanns wurde bleich. „Das.....das ... ich meine.....“ „Geben Sie es doch zu.“  „Frau Frank, ich habe´ doch nur ...... Weil Sie Ihn doch so gehasst hat...... Nach außen hin hat sie immer so getan, als wenn sie ihn sooo sehr mag, aber es ging doch nur..........!“ „Worum ging es“, bohrte die Kommissarin weiter. „Na, der Lehmeier hatte doch eine sehr hohe Lebensversicherung, die noch auf den Namen seiner Frau lief, so das Sie die begünstigte war, nach Seinem Tot.“

„Aha, nun kommen wir der Sache schon viel näher. Darum ging es also. Und Sie haben , also Herrn Lehmeier umgebracht?“

Wie ein Häufchen Elend saß nun die stattliche Frau vor der Kommissarin. Bittere Tränen rannen über Ihr Gesicht. Martina Reimanns, gestand den Mord, den Sie für Ihre Freundin ausgeführt hatte.

Die Kommissarin, rief nun einen Streifenwagen, mit einer Weiblichen Besatzung. Damit Frau Reimanns abgeführt werden konnte. Ein Weiterer Streifenwagen, wurde zum Haus der Anstifterin gesendet, damit auch Sie der Gerechtigkeit nicht entkam.

Noch in der Wohnung, nahm Hilde die Katze auf den Arm und sprach leise zu ihr. „Ohne dich, hätten wird den Mord nie so schnell aufklären können, dafür hast du dir ein super feines Leckerchen verdient!“

„Damit dir auch weiterhin an nichts fehlt, werde ich dich bei mir behalten, denn deine Hilfe sollte ja zusätzlich belohnt werden. Was hältst du davon?“ Als hätte *Sissi * alles verstanden, schmiegte sie sich mit einem leisem „Miauuu“ an Hilde, und stupste mit dem Köpfchen an Ihre Wange und begann zu Schnurren.

Frau Lehmeier war sichtlich erschrocken, als die Polizisten, vor Ihrer Haustüre standen. „Diese dumme Pute, konnte also nicht die Klappe halten, hätte ich mir denken können. Mist!“ schimpfte Sie.

*Sissi * hatte noch ein sehr langen und schönes Leben bei Hilde Frank. Beide verstanden sich auch ohne Worte und wurden sehr glücklich zusammen.

 

Tiergeschichte von Antje Seifert