Die Reise ins Unbekannte
 



Ich, Kasanostra, ein kleiner Neuling, im tapferen Stamm der HOD, möchte euch mal ein wenig aus dem Tal erzählen, worin ich eines Tages  aufwachte und nicht wusste wie ich hier hin gekommen bin.
Als ich meine Augen aufschlug, ward Finsternis um mich herum. Wie gerädert fühlten sich meine Knochen an und mein Schädel brumme wie verrückt. Als ich endlich ein wenig zu mir gekommen war, schaute ich mich um und entdeckte, dass ich mich in einer Höhle wieder fand. Auf allen vieren, kroch ich einem Lichtchen entgegen und kam so, an den Ausgang der Höhle. Leicht geblendet blinzelte ich in die untergehende Sonne, bis sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten. Nun endlich konnte ich mich aufrichten und schaute mich um. Felsig war die Landschaft die sich vor mir ausbreitete, es schien mir dass ich im Gebirge sei. Einige verlassene Koppeln waren neben der Höhle und ich konnte, wenn ich ein wenig weiter ging, in ein tiefes sehr großes Tal blicken. Dort waren viele Bewegungen, von seltsamen Wesen, als auch von umherziehenden Armeen zu sehen. Viele Höhleneingänge konnte ich auch erblicken. Verwundert, ging ich wieder zur Höhle zurück, in der ich erwacht war. Neben dem Eingang, lagen viele Fackeln, ich nahm einige auf, entzündete eine mit großer Mühe mit den daneben liegenden Feuersteinen und trat wieder in die Finsternis ein. Den Kopf einziehend, da die Decke hier sehr niedrig war. Nach einigen Schritten aber, weitete sich die Höhle und ein großer Raum ward vor mir. Erstaunt blickte ich mich um und entdeckte einige Tische, Stühle und ein großes Bett das den Raum Krönte. Auf den Tischen lagen einige Steintafeln. Um mehr Licht zu haben, entschloss ich erstmal einige Fackeln anzuzünden und zu verteilen. Auch die Feuerstelle in der Ecke wollte ich entzünden, um etwas Gemütlichkeit in den Raum zu bringen. Denn Irgendwie, fühlte ich mich hier wohl.
Ich nahm nun eine der Steintafeln und begann zu lesen. Dies ist die Höhle Rindenmarkt. Einst bewohnt von Wildrindzüchtern, aber durch eine Seuche, die im Tale grassierte gezwungen, aufgegeben zu werden.  da diese Höhle keinen Besitzer mehr hatte, wollte ich es mir hier gemütlich machen und mal sehen was es noch so in dem Tal gab.
Kaum aber wollte ich damit beginnen, einige EH auszubilden, die netten Faustkämpfer, Flatterte mir eine Botschaft ins Haus. Ich war erfreut, da ich dachte es schriebe mich ein netter Nachbar an, der sich mal vorstellen wollte und mich begrüßen wollte.
Also öffnete ich frohen Mutes dieses Schreiben, das von einem komischen Vogel gebracht worden war. Aber oh Graus, was mussten meine Augen da erblicken? Nicht ein Freundlicher Gruß den ich da von Maleficarum erhielt. Es war wirklich ein Nachbar, aber dieser begrüßte mich nicht etwa freundlich, sondern er sagte mir, dass ich den Anfängerschutz entfernen sollte. Hmm. Ich schrieb dann freundlich zurück, warum ich das den Tun solle? Als Antwort bekam ich dann zu lesen, das er mich dann besser Farmen könnte.
Erschreckt, über solch eine Dreistigkeit, beschloss ich mich zu erkundigen, was nun zu tun sei. Und so suchte ich Rat bei Jessie, einer langjährigen Freundin, die auch oft in diesem Tal wohnte, wenn die Wanderschaft sie wieder gepackt hatte. Sie sagte mir ich solle Hanschi mal sehr herzlich grüßen und zum Geburtstag gratulieren. Auch riet sie mir, zu versuchen, mich diesem  Stamm, das Hanschi anführte, anzuschließen, denn dort könne ich eine menge lernen.
Gesagt, getan, ich mich also auf den Weg gemacht, so das ich eines der Stammesmitglieder finden konnte. Als ich dann in den Versammlungsraum kam, grüßte, gab es nur einen der auch Anwesend zu sein schien, Acerus ward sein Name und ich legte ihm mein Anliegen dar. Aber leider machte er mir nicht all zu viele Hoffnungen, da ich zu klein sei, nur eine Höhle besitzen würde und man genaue Vorgaben habe, wie man sich neue Stammesmitglieder vorstelle.  Ich solle aber mal eine Bewerbung ins Forum setzen und dann abwarten. Leider klappte das nicht, da ich einfach nicht das Passwort bekam. So schickte ich meine Bewerbung, einem Stammesmitglied, dieser wollte es reinsetzen. Schnell schrieb ich etwas und konnte als „Gönner“ Acerus benennen.

Wir unterhielten uns recht lang. Dann machte er mir den Vorschlag, ich solle wirklich den Anfängerschutz ablegen und beginnen eine weitere Höhle zu missen. Denn mindestens 3 Höhlen bedarf es, zu einer Aufnahme im Stamm der HOD. Jut, dachte ich. Aber schwierig zu machen, da ich erst 10 Faustkämpfer besaß, die mir helfen konnten, genug Resis in eine Missionshöhle zu bringen. Dennoch machte ich mich auf die suche, in meiner Nähe eine Freie Höhle zu finden, was auch  klappte, sie war keine 10 Minuten entfernt und ich bemühte mich mit meinen 10 Mann, dort soviel hin zu bringen wie es mir möglich war.

Als Acerus vernahm, das ich nicht genug Leutz zum schleppen hatte, machte er mir den Vorschlag, das er mir 100 weitere Tapfere Krieger senden würde, die mir helfen sollten. Überrascht durch solch ein Angebot, nahm ich es dennoch an, und siehe da, sehr schnell, zeigen sich Fortschritte und in kürzester Zeit, hatte ich meine 2te Höhle.
Durch die Fürsprache von Acerus, durfte ich schon am 2ten Tage meines Daseins im Tal, in den wirklich tapferen und netten Stamm der HOD eintreten. Viel Neues gab es für mich zu entdecken und kennen zu lernen. Aber ich bemühte mich alle kennen zu lernen und viel neues hier zu erlernen. So war ich nicht Faul und misse gleich nach erlangen der 2ten Höhle eine 3te zu Missen und es gelang mir auch sehr schnell.

Mit Freude in den Augen, sagte Acerus zum Stammcheffe, das er Stolz sei, mich ins Volk gebracht zu haben. Na ja, so ganz stimmt es nicht. Aber ohne seine Hilfe, wäre ich wohl nicht so schnell zu der Ehre gekommen, in diesen Stamm einzutreten.

 

Comet.. Guter Freund des weiblichem Geschlechts 

Viel Zeit blieb nun nicht mehr, denn ich hatte viel zu lernen. Viele der Steintafeln, die ich in den Höhlen fand, halfen mit dabei. Doch wo sie  mit nicht weiterhalfen, musste ich meines Stammesgenossen fragen. Viele halfen mir, mich zu Recht zu finden und mir alles zu erklären.

Komischerweise, verstand ich mich, trotz des seltsamen Schreibens von Maleficarum, recht gut mit ihm. Er tat mir auch nie etwas zu leide. Erleichtert stürzte ich mich nun in die Arbeit und den Aufbau meiner Höhlen. Schon bald waren sie das blühende Leben und viele neue Einheiten konnte ich  Produzieren. Am liebsten aber, waren mir immer die Ponys und so produzierte ich so viel ich konnte. Es erfüllte mich mit Stolz als ich zusehen konnte, dass sich die Koppeln immer mehr füllten. Aber es gab so viele Einheiten die ich so nach und nach bauen konnte, dass die Auswahl recht schwer fiel sich für eine zu entscheiden. Aber ich bemühte mich und so konnte ich sehr bald auch Lasttiere basteln. Auch Busse und später Rollende Kornspeicher kamen hinzu. Und als ich meine 6te Höhle bekam, war ich Stolz wie noch was, denn der Ausbau lief sehr schnell von statten und bald schon wuchsen meine Punkte und meine Koppeln füllten sich immer mehr. So dauerte es nicht lange und ich konnte dem Stamm immer wieder neue EH senden, so dass auch deren Koppen und Höhlen gefüllt wurden.

Da ich selten Still auf einem Fleck weilen kann, Beschloss ich mich eines Tages mal eine Reise durch das Tal zu machen. Um dabei auch die anderen Mitglieder des Stammes kennen zu lernen. Neue Geschöpfe zu sehen, die ich noch nie erblickte.
Weite Wege, die vor mir liegen, die ich aber gerne auf mich nehme. Denn es ist wieder mal Zeit, neue Einheiten und Tragwesen für den Stamm zu finden. Nicht irgendwelche sollten es sein, nein, es sollten schon besondere Wesen sein. Denn Hoddmimir braucht starke und ausdauernde Einheiten um sich im Krieg zu schützen und selber auch einiges an Schaden auszurichten.

Viele Tage und Nächte zog ich so, durch das Weite Tag von Uga und Agga. Immer wieder lernte ich neue Leutz kennen und war sehr überrascht über Ihre oft seltsam anmutigen Höhlennamen.

Ich brauch da nur an die Begegnung mit Comet zu denken. Ich traf ihn, als ich wieder neue Sprösslinge für den HOD Wald sammelte und nach einem netten Gespräch, lud er mich zu sich ein. Wir begaben uns zu erst zu Keulenruhe. Dort war alles rosa. die Wände, die Böden, selbst die Einrichtung war in Rosa. Verwundert schaute ich mich um und auf meinen erstaunten Blick, erklärte mit Comet, ein tapferer Streiter HODs das hier seine Kuschelamazonen entstehen würden. Diese seien immer so sensibel, dass sie solch ein gedämpftes Licht bräuchten und sich auch nur in bestimmten Lichtverhältnissen weiter entwickeln würden. Denn aus den zarten Wesen der Amazonen würden Schattenamazonen werden. Wesen die Unsichtbar sind und sehr gute Eigenschaften besitzen würden, fremde Höhlen auszuspionieren, dabei können sie Einheiten, Verteidigungsanlagen und Erweiterungen entdecken. Das ja in jedem Krieg immer wieder sehr hilfreich ist. Aber das war noch nicht alles was ich in seinen Höhlen finden würde. Jede hatte eine andere Einrichtung, so traten wir nach einigen Kilometern Marsch, eine weitere seiner Höhlen, Rammelheuer. Düsternis umgab uns, als wir dort eintraten. Nur wenige Schritte konnten wir aufrecht gehen, denn dann behinderten uns beim weiter gehen Stalaktiten, denn nur in einer sehr unwirklichen Gegend, fühlten sich die Vampire Wohl. In Kriegsfeuer wiederum fanden wir auch Vampire aber dort gab es als innen Ausstattung Hauptsächlich Stalagmiten. So das wir in Schlangenlinien diese Höhle betreten mussten. Tollwütige Fledertierchen, können übrigens sehr gut EH, VA und Forschungen auskundschaften.

Auf meiner Wanderschaft, hatte ich schon einige EH (Einheiten) gefunden, die ich erworben hatte. Darunter waren auch Samtschattige Spitzmäuse, und kleine Hufeisennasen.
Wie ich von Comet erfuhr, waren dieses Vorstufen zum erstellen der Tollwütigen Vampirfledermäuse. In deren Höhle wir uns ja gerade befanden. Somit kamen wir überein, dass er meine Hufeisennasen und Spitzmäuse bekommt und ich dafür einige seiner Legendären Vampire. Als ich mich dann schon verabschieden wollte, um meine Wanderschaft fortzusetzen, wollte mir Comet aber noch eine seiner Spezialhöhlen zeigen.

Na ja, da es mich noch nicht sooo dringen drängte weiter zu wandern, sagte ich zu und wir kamen nach einiger Zeit an eine sehr große Höhle, bunt beleuchtete Außenwände empfingen uns und eine lustige Zahl von Schattenamazonen begrüßte uns am Eingang. Freundlich geleitete man uns ins innere und dort blieb mir vor staunen der Mund offen. Ich befand mich in einem RIESIEGEM Bordell mit anschließendem Sonnenstudio. Dort tummelten sich viele Amazonen und andere seltsame Wesen, die ich noch nie gesehen hatte. Ausgelassen wurde getanzt und getrunken. Hin und wieder sah man dann die Amazonen mit einem Begleiter ins Separee entschwinden. Mit Gewalt musste ich mich von hier los reißen, sonst wäre ich dem bunten Treiben wohl sehr schnell erlegen und meine Reise wäre zu Ende, bevor sie richtig begonnen hatte.

So nahm ich denn meine neuen EH und verabschiedete mich herzlich von Comet um meinen Weg vorzusetzen.

Vor kurzem erst hatte ich von einem Gemetzel gehört, auf einem Schweinefriedhof und nun wollte ich mich dort einmal umsehen und schauen, was nun wirklich dort vorgefallen war.

 

Wombad .... Der Schächter des Tales

 

So weit mir bekannt ist, soll Wombad den Tot anbeten und so immer wieder regelrechte Schlachtfeste veranstalten. Junge bildschöne Jungfrauen werden dort geopfert, nur damit er Göttliche Gunst erlangen kann. Ob dem, die Wahrheit entsprach wollte ich nachgehen. Lang war der Weg dorthin und wir mussten Berg auf, Berg abgehen, durch dichte Wälder bis wir endlich an einen Sumpf ankamen. Verwirrt blieben wir dort stehen und begangen einen Weg ins innere zu suchen, denn irgendwo dort drinnen musste Wombads Schweinefriedhof sein. Stunde um Stunde verging, als wir mit Müh und Not endlich uns durch den Sumpf wagen, immer bedacht darauf, dass wir nicht einsinken und für immer verloren sind.

Endlich nach kaum messbarer Zeit, hatten wir unser Ziel erreicht und auf einer trocken zu scheinenden Fläche waren einige Koppeln zu sehen worin Lasttiere und Kornies friedlich miteinander grasten. Aber aus der Höhle kamen seltsame Geräusche. Ein rumpeln und pumpeln, mal lauter Mal leiser. Etwas skeptisch ging ich auf den Eingang zu und Klopfte laut an. Nach einiger Zeit erschien Wombad aus dem Dunkel. Wir begrüßten uns und er lud mich ein, mit ihm zu speisen. Mit einem unguten Gefühl im Magen, folgte ich ihm.

Als wir uns dann, in der dunklen Höhle befanden, die mit wenigen Tischen und Stühlen bewohnbar gemacht wurden, Lud er mich ein, am Tisch platz  zu nehmen. In einer Ecke ward ein riesiger Kessel, unter diesem prasselte munter ein großes Feuer. Als Wombad mich fragte, ob ich Hungrig sei, musste ich es bejahen, denn schon lang gab es nur Dörrfleisch zu essen. So brachte er, große Schalen mit einer dampfenden Flüssigkeit. Wohlriechend war es nicht gerade, aber der Hunger trieb es hinein.  Nach diesem Mahl, machten wir es uns bequem und ich fragte ihn nun, was es mit diesem Blutbad zu tun hatte, das er vor kurzem erst wohl bereitet hatte.

„Ach“ sagte da Wombad. „Opferungen führe ich regelmäßig aus. Denn ohne diese, bekomme ich keine Göttliche Gunst um Wunder im Tal auszuführen. Dazu brauche ich sehr viele Freiwillige Jungfrauen, diese werden dann hier in diesem Riesigem Kessel und vielen weiteren, die im hinteren Teil der Höhle stehen, geopfert. Viel leiden müssen diese Frauen nicht, nur gut aussehen und ihr Leben für mich geben.“

Entsetzt schaute ich auf. „In diesem Kessel? Und was haben wir dann gerade gegessen?“ Ich schluckte hart. Wombad aber erklärte mir, das es sich um Blutsuppe gehandelt habe. Blut von den Jungfrauen, die er geopfert hatte. Mir wurde schlecht. Und ich Lief hinaus. Irgendwo im Sumpf brachte ich dann das heraus, was gerade erst hinein gegangen war in meinen Magen. Erleichtert aber immer noch entsetzt, ging ich zu Höhle Schweinefriedhof zurück. Endlich wusste ich, was es hier gab und das viele schon ihr leben verloren hatten. Nicht sinnlos, denn durch diese Opferungen, waren viele „gute Taten“ im Krieg bereitet worden. Besonders arg, wohl im Krieg gegen DG. Denn zu dieser Zeit, wurden an jedem Tag über  17.000 Weiber geopfert. Manch ein TOT war sinnlos, aber die meisten halfen sehr in diesem Krieg. Es muss wohl so extrem mit den Blutopfern gewesen sein, das Wombad seine anderen Höhlen, in denen auch Blutopferungen statt fanden nur noch mit einem Boot erreichen konnte, bis über dem Bauch, stand er dann im Blut und die buntbemalten Busse, des Stammes, brachten immer regelmäßig neue Frauen. Diese, so erscheint es mir sehr seltsam, sprangen zu meist Freiwillig in die Opferungskessel. Zwischen Blutsiel, Schmutzgard und den anderen Höhlen gab es einen ständigen Strom von voll beladenen Bussen. Die Reste, die von den Schlachtfesten übrig blieben, wurden nach Schweinefriedhof gebracht und dort im sumpfigen Gebiet verscharrt… Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viele Massengräber es hier gab.

Wombad prahlte auch, wie viele Krieger er von den DG´lern er getötet habe. Zum einen mit seinen Wundern und zum anderen mit seinen Einheiten die er herstellen konnte. Viele seiner getöteten Feinde, hatte er zur Abschreckung auf Pfähle gespießt und ließ sie in der Sonne schmoren. Oder aber auch auf die Knochenwälle gestreut. Einige waren noch am Leben, als er sie dort „aufbahren“ ließ. Ohne Gnade und Skrupel.

Zitat von ihm:  [°20:52:45°] [HOD]Wombad :  bei mir erfolgt die Opferung in einer großen Weinpresse, erst Weiber in den Topf, dann Steinpladde drauf und zum Schluss stellt ein Saurier ein Bein nach dem anderen drauf!!!

Zutiefst entsetzt, verabschiedete ich mich sehr schnell von Wombad. Ich vergaß sogar, einige seiner guten Einheiten mit zu nehmen, denn ich wollte einfach nur weg von diesem scheußlichen Ort. NIE wieder wollte ich hierher zurückkehren…  Aber auf meiner Wanderschaft, erfuhr ich, dass es nicht nur bei Wombad, zu solchen grauslichen Szenen gekommen war. Im ganzen Tal wurde es getan. Ein erforderliches MUSS…

 

Werkstatt der Kunstwerke Galateias

 

Meine Gefährten und ich waren sehr froh, als wir den Schweinefriedhof endlich verlassen hatten. Wir bemühten uns so schnell wie möglich, durch den Sumpf, in dem diese Blutdurchtränkte Höhle von Wombad zu kommen, ohne darin zu versinken. Denn TOTE gab es hier genug.

Als wir einige Kilometer schnell gegangen waren, rasteten wir. Denn wir waren doch sehr erschöpft von dem schnellen vorankommen. Wir lagerten und an einem lustigem Lagerfeuer, bereiteten wir uns einen starken Kaffee zu und labt uns daran. In Gedanken, schweiften aber immer wieder von einigen ab, wie man an ihren Gesichtern sehen konnte. Sie verzogen angewidert ihre Mienen und die Gestiken, sprachen Bände.

In Gedanken versunken, ging ich einige Schritte in den nahen Wald. Dabei entdeckte Spuren, die nicht zu den unseren gehörten. Ich ging ihnen nach  denn sie waren noch sehr frisch. Als ich um einen dicken Baum gehen wollte, stand plötzlich ein Lasttier vor mir und Prustete mir voll ins Gesicht. Trief nass, wischte ich mir erstmal über die Augen, denn ich konnte nix mehr sehen, so sehr hatte es mich voll gespuckt. Es war genauso erschrocken wie ich. Ich redete leise auf es ein und konnte so, sein Halfter greifen. Immer noch leise redend zog ich das Tierchen hinter mich her ins Freie.

Als meine Gefährten mich sahen, standen sie auf und kamen verwundert auf uns zu. Denn das Lastie war keines der unseren. Ich übergab erstmal das Tierchen dem Stallmeister und begab mich zum nahen Bach, damit ich mich waschen konnte, denn so langsam klebten mir meine Augen zu….  Seltsam feuchte Aussprache des Lasttieres… hmm …

Gesäubert trat ich dann zu dem Tierchen um es genaue in Augenschein zu nehmen, denn es trug seltsames Zaumzeug und Sattlung. Bunt und mit vielen Verzierungen besetzt. Aber es kam mir sehr bekannt vor. Ich hatte es schon mal gesehen. Plötzlich viel es mir ein. Galateia hatte mir zu beginn meines Daseins bei HOD, ein Paar Lasttiere gesendet. Als ich noch keine Basteln konnte. Auch diese waren reich geschmückt und ich war mir nun sicher, das es eines der Ihren war. Somit, war unser nächstes Reiseziel schon geplant, denn ich wollte es ihr wieder zurück bringen, denn Lasties hatten wir selber genug dabei. So packten wir zusammen und machen uns auf den Weg zu Galateia. Ich war sehr gespannt auf ihre Höhlen Schmierenlach, Faulstadt, Rachegard und all die anderen.

Rachegard hörte sich sehr böse an, gar nicht passend für eine Uga Anbeterin. Irgendwie verband ich es mit Aggressive Handlungen und bösen Dingen, aber wir würden es ja sehen. Der Weg war nicht so beschwerlich wie zu Wombad und wir  kamen sehr schnell voran.

Bald schon sahen wir sonderbar bunte Höhleneingänge, Koppeln mit lustigen Fahnen an den Pfosten und kunterbunt bemalte Busse auf riesigen Parkplätzen vor einigen Höhlen. Auch solch reich geschmückten Lasties und Ponys weideten in den Koppel, wie das eine, das wir unterwegs gefunden hatten.

Angekommen, machte ich mich auf die Suche nach Galateia, die ich nach einigem suchen auch in einer der Höhlen fand. Wie sollte es auch anders sein, sie steckt mitten in der Arbeit, denn neue Ponys sollten entstehen und sie war in Versuchung, eine neue Art zu kreieren, sie sollten schneller und tragkräftiger werden, als die, die wir alle kannten.

Erfreut über den überraschenden Besuch, stellte sie gleich ihre Arbeit ein und lud uns ein, bei ihr zu lagern und auch ein gutes Mahl wollte sie uns zu bereiten lassen. Ein wenig zaghaft sagten wir dann zu. Denn noch steckte uns die Blutsuppe von Wombad sehr in den Knochen –Gedanken.

Aber als wir uns nach etwas mehr als 1 std. an den reich gedeckten Tisch setzten und die leckeren Speisen sahen, vergaßen wir alles und alle langten Kräftig zu. Es gab alles was das Herz begehrte, Brot, Fleischspeisen, Suppe, Obst und vieles mehr.

Nach diesem super leckeren Essen, begaben wir uns auf einen kleinen Rundgang durch Galateias Höhlen. Mit Freuden zeigte  mir alles was sie bis jetzt erreicht hatte und auch ihre kunterbunten Busse und die Werkstätte in denen sie ihre Farben bekamen. Viele kleine Holzwürmer, bewaffnet mit Pinseln und Farbpaletten sprangen durch die Höhle Kendergrub. Hier war Entstehungsstätte von Tragen, die dann aufgewertet wurden zu Bussen und wenn man wollte, auch zu Rollenden Kornspeichern.

Im hinteren Bereich, wurden die Tragen gebaut. Viel Holz wurde dafür nötigt. Holz was Gala aus den eigens dafür errichteten Wäldern schlagen ließ. Ein Stückchen weiter vorne wurden, dann die Tragen umgebaut, so dass aus ihnen Busse wurden. Sobald diese dann fertig waren, schob man sie in den vorderen Höhlenbereich. Dort warteten schon die Holzwürmer, um die Busse reichlich bunt und verrückt anzumalen. Jedes war ein Kunstwerk für sich. Einzigartig, von Farbzusammensetzungen und Beschaffenheit.

Ich bewunderte all ihre Errungenschaften, denn sie waren wirklich einzigartig. Solch schöne Dinge hatte ich nie zuvor gesehen. Es überkam mich und ich bat sie um einige Ihrer Kunstvollverzierten Busse. Ich ließ ihr dafür einige der meinen da, diese konnte sie auch verzieren lassen und sie dann weiter an den Stamm geben.

Sehr Interessant fand ich auch  ihre Pony Höhlen, besonders Rachegard. Nichts deutete hier auf böse Dinge hin wie ich bei dem Namen vermutet hatte. Als wir in diese Höhle traten, hatte ich allerdings ein mulmiges Gefühl. Aber schon nach wenigen Schritten verlies es mich wieder, denn hell und freundlich war sie eingerichtet. Mit kleinen und größeren Pferchen, worin die Ponys gehalten wurden die noch zu jung waren um auf die außen Koppel zu gehen. Wenn diese ein gewisses Alter erreicht hatten, wurden sie eh meistens umgerüstet zu Lasttieren. Denn erst dann konnten sie mehr Ressis, Metall und Schwefel transportieren. Sie sind in dieser Speedrunde, an der wir gerade teilnehmen die einzigen beiden Einheiten, die Metall und Schwefel transportieren können. Somit, sehr wichtig und auch zum Teil sehr gefragt.

Frohen Mutes, dass wir solch einzigartige neue EH bekommen konnten, machten wir uns wieder auf den Weg. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich und wünschten uns, das Galateia uns und auch mal besuchen solle, wenn es ihre Zeit zu lassen würde.

 

Imu´s Traumwerkstatt

 

Wir entschlossen uns nun Imu zu besuchen, mit ihr habe ich mich sehr immer gerne unterhalten und ich freute mich, sie endlich mal kennen zu lernen. Immer wieder haben wir uns mal kurz, mal lang unterhalten und wir haben uns immer wieder neues berichten können. Es bereitete mir große Vorfreude, dass ich sie nun endlich mal sehen konnte.

Viele Tage und  Nächte mussten wir durch das Tal ziehen um Imus Höhlen Gramschlucht, Axteichen, Kornbrand und Bimbeslangen zu erreichen. Die meisten dieser Höhlen lagen im Gebirge und nur eine auf der Ebene. Axteichen wollten wir uns dann zu erst ansehen und dann erst uns ins Gebirge wagen, denn ohne kundigen Führer, konnte das übel ins Auge gehen.

Ich war gespannt zu sehen, was für Einheiten Imu bauen konnte. Ich wusste wohl, dass sie mal von Hufeisennasen gesprochen hatte. Aber so richtig vorstellen konnte ich mir diese Tierchen nicht. Hufeisen, verbinde ich immer mit Pferden und Hufschmieden. Bei Comet hatte ich ja schon einige fliegende Tierchen kennen gelernt. Nur die Hufeisennasen leider nicht. Denn als wir da waren, hatten diese gerade Ausgang. Ich hatte zwar selber welche erworben, aber leider nie gesehen, da sie Nachtaktive Wesen waren und Tagsüber in Höhlen schliefen oder in unsere Transport Cocoon? waren. Nur nachts ließ man sie raus damit sie auf die Jagt gehen konnten.

Endlich erreichten wir die angestrebte Ebene, versteckt hinter einigen Felsen entdeckte ich einen Höhleneingang. Über der Höhle war ein großes Schild angebracht worauf „Firak-Baustelle“ stand. Firak war ein Halbgott, den ich noch nicht kannte. Aber ich wusste dass er Schattenamazonen und Vampirfledermäuse zu forschen zuließ. Genau wie bei Comet. Umso mehr war ich auf die Einrichtung der Höhlen gespannt. Denn Comet hatte ja einen sehr eigenartigen Geschmack.

Ich ließ nun meine Gefährten zurück, sie sollten schon mal das Lager für die Nacht aufschlagen. Als alles besprochen war, ging ich auf den Höhleneingang zu. Vor der Höhle, war eine kleine Koppel, interessiert schaute ich hinein. Ich sah darin einige Schildkröten und Pilzsammler. Die Pilzsammler, saßen dabei auf den Schildkröten und ließen sich durch die Gegend tragen. Grinsend ging ich weiter. Als ich den Höhleneingang erreicht hatte und gerade „Hallo“ rufen wollte, bekam ich einen Riesen Schwall Wasser ab. Erschrocken wich ich einige Meter zurück. Und schüttelte mir den größten Teil des Wassers aus dem Haar. „He da, was soll eine solche Begrüßung?“ rief ich nun in die Höhle hinein. „Upppsss, wer da?“  Kam es zurück. Und schon erschien imu im Höhlenbereich. Bewaffnet war sie mit einem Riesen Putzeimer und Schrubber. „Ich bin gerade am sauber machen, hab keinen Besuch erwartet“.

Naja, da war ich aber schon nass. Imu entschuldigte sich, bat mich in die nach Bohnerwachs und Glasreiniger riechende Höhle und gab mit einigen trockenen Decken, damit meine Sachen am Feuer trocknen konnten. Zum aufwärmen, reichte mir imu eine Tasse heiße Brühe, die ich dankend trank. Nun erst hatte ich die Möglichkeit mich um zu sehen. Mit viel Geschmack war es hier eingerichtet. Große Fenster spendeten viel Licht, Tische und Bänke in der Mitte der Höhle waren hell und blitzen vor Sauberkeit. bunte Tischdecken schmückten diese und Blumen fand man über all. Auch waren an den Fenstern schöne Gardinen mit Vorhängen befestigt. Im hinteren Bereich, in einer Nische, war ein schönes gemütlich aussehendes Bett, auch großteils hinter einem Vorhang versteckt.

Im vorderen Bereich, waren allerlei Tiegel und Töpfe in Regalen untergebracht. Ein großer Arbeitstisch stand davor und dort war so etwas wie eine Alchimisten Werkstatt aufgebaut. Auf meinen fragenden Blick hin, erklärte mir imu, dass sie immer wieder neue Rezepturen suche, um ihre Hufeisennasen und Schattenamazonen zu mehr Fruchtbarkeit bringen konnte. Einige Fortschritte hatte sie schon erzielt. Leider aber erst bei den Schildkröten und Berittenen Rennschneggen. Diese vermehrten sich nun so schnell, das imu kaum wusste, wie sie sie schnell genug wieder loswerden konnte. Denn so viel Platz hatte sie ja auch nicht in ihren Höhlen und Koppeln um alles zu behalten. Immer wieder war sie gezwungen, einen Riesen Trupp in eine der Sammelstellen zu schicken. Aber sie sei auf dem besten Weg, auch alle anderen Einheiten bald so weit zu haben, dass auch sie sich super schnell vermehren ließen.

Da ich nun endlich auch mal die Hufeisennasen sehen wollte, bat ich imu um eine Begleitung ins Gebirge, zu ihren anderen Höhlen. Da sie selber zu viel zu tun hatte, gab sie uns einen kundigen Führer mit, der uns dort hin bringen sollte.

Der Aufstieg war sehr beschwerlich. Ich war froh, dass ich nur wenige meiner Leutz mitgenommen hatte. Alle anderen sollten das Gebirge um laufen und wir wollten uns auf der anderen Seite wieder treffen.

Immer wieder mussten wir Rasten, denn uns blieb einfach die Luft weg. Als wir dann endlich die erste von imu Gebirgshöhlen erreicht hatten, machten wir eine längere Rast. Als wir uns dann etwas erholt hatten, begaben wir uns in die Höhle. Wanzengard, trug ihren Namen zu Recht. Denn überall wuselten Wanzen rum. Fast bei jedem Schritt knirschte es unter den Stiefeln und man zertrat einige der ekeligen Dinger…  Aber je tiefer wir hinein gingen, umso weniger Wanzen waren vorhanden. Recht düster war es hier, nur sehr sparsam waren Fackeln angebracht, die mit sehr kleiner Flamme Licht gaben. An der Decke sah man Bewegungen. Als ich genauer hinsah, erkannte ich geflügelte Wesen, die sich in ihre Flügel eingerollt hatten. Die Köpfe leuchteten dunkel Rot und die Flügel schienen Golden zu sein. Einige waren erwacht und starrte Finster zu uns runter. Lautlos glitten diese schönen Wesen durch die Höhle und fingen dabei einige der ekeligen Wanzen und verspeisten sie mit Wonne. Kein Wunder also, das imu diese Höhle für die Hufeisennasen ausgewählt hatte. Denn so brauchte sie sich nicht um das Futter zu kümmern, denn hier gab es Futter in Hülle und Fülle für die Nasen. Einige ihrer Arbeiter, mussten Tag für Tag Wanzen sammeln um sie auch in die anderen Höhlen zu bringen, damit die Vampirfledermäuse auch was zu futtern bekamen.

Als wir diese Wanzenverseuchte Höhle endlich verließen, war ich froh. Alles kribbelte an mir, als wenn tausende der Wanzen in meinen Kleidern saßen. Dem war aber zum Glück nicht so. Aber nun wusste ich endlich, warum imu Fliegenden Freunde so gut genährt waren. Nicht so mager, wie die unseren, wie mein Stallmeister mir noch Gestern berichtet hatte. Ich fragte nun unseren Führer, ob wir nicht auch ein Paar der Wanzen, als Futter mitnehmen durften, damit unsere Fliegendentierchen auch besser genährt wurden. Er bejahte und wir fingen an, einen großen Sack voll zu sammeln um ihn dann gut verschlossen auf einem der Lasttiere zu verstauen.

 

 

Die Schlacht um Kornmark

Da es in den anderen Höhlen nichts Neues mehr für uns zu entdecken gab, machten wir uns auf den Weg zu unseren Kameraden. Auch dieser Weg zu ihnen, war nicht leichter. Berg auf, Berg gab ging es, Schluchten waren zu überwinden. Einmal wurden wir sogar angegriffen. Eine Horde rum streunender Barmanu´s wollten unsere Vorräte stehlen. Aber mit viel Geschick und Hilfe unseres Führers, gelang es uns 50 dieser wilden Wesen einzufangen und mit uns zu nehmen. Der Stallmeister würde schon wissen, wie er diese zähmen konnte. Nun kamen wir noch langsamer voran. Ich hatte das Gefühl, das jede Schnegge uns überholen könne. Vier Tage brauchten wir so, für den Abstieg. Und bald waren wir am Ende unserer Kräfte.

Als wir endlich den Fuß des Gebirges erreicht hatten, empfingen uns unsere Kameraden. Sie waren in Sorge gewesen, da wir so lange ausgeblieben waren. Und nun sehr froh uns Gesund wieder zu sehen. Sie nahmen uns, die störrischen Barmanu´s ab. Der Stallmeister rieb sich die Hände. Denn das war eine Aufgabe nach seinem Geschmack und da wir noch einige Zeit hier verweilen würde, hatte er einiges zu tun. Denn wir waren doch sehr erledigt vom Abstieg und vom einfangen der Barmanu.

Wir beschlossen aber, ein Stück weiter zu ziehen, denn hier gab es nicht genug Futter für die EH und auch kein frisches Wasser. So machten wir uns auf und zogen etwa einen halben Tag, Richtung Süden, bis wir einen Fluss erreichten, wo auch genug Futter und Holz war, um alle zu versorgen. So brauchten wir nicht weit zu laufen um Feuerholz zu bekommen und Holz um Pferche zu errichten für unsere Einheiten. Der Bergtrupp aber, beteiligte sich nicht am Aufbau, dazu waren wir einfach zu Müde und geschafft. Wir suchten uns etwas abseits eine ruhige und geschützte Stelle, bereiteten uns ein einfaches Lager und wollten nur schlafen. Kaum das wir lagen, schliefen wir auch schon ein.

Ich weis nicht genau wie lange ich geschlafen hatte. Es war zumindest dunkel. Warum war ich wach geworden? Ich bekam kaum die Augen auf, so Müde war ich noch. All meine Knochen taten mir weh. Da hörte ich neben mir ein leises Geräusch. Ich bewegte mich nicht um besser zu Orten, woher es kam. Plötzlich blies mir etwas ins Ohr und ich machte einen Riesen Satz, der mich auf die Beine brachte. Ich schrie dabei erschrocken auf, so dass meine Kameraden auch wach wurden und zu ihren Waffen griffen. Als ich dann zu der Stelle schaute, wo ich gerade noch geschlafen hatte, dachte ich, mein Herz müsse stehen bleiben. Da stand ein MONSTER!!!  Ein Riesiges breites Wesen das uns verdutzt anschaute. So etwas hatte ich noch nie gesehen und mein Herz wollte sich einfach nicht beruhigen. Hinter mir vernahm ich Flüstern und verstand nur „Hügelriese“.

Nun fiel mir ein Stein vom Herzen. Denn von den Grobschlächtigen Hügelriesen hatte ich schon gehört. Es waren Riesige Wesen, die in der Nähe von Gebirgen oft zu finden waren. Es waren friedfertige Wesen, die immer hilfsbereit waren. Normalerweise entfernten sie sich nicht so weit von ihren Besitzern und blieben ihnen treu, bis zu ihrer Umwandlung zu Metallenen Kolossen. Ich ging nun auf den Riesen zu und sprach ihn leise an. Ich fragte, was er denn so weit von seinen Herren hier machen würde.

Traurig schaute er erst mich an und dann in die Runde. Es sei eine längere Geschichte und nicht sehr angenehm. So nahmen wir alle Platz und bereiteten uns eine herzliche Mahlzeit zu. Kampfmammut am Spieß sollte es werden, dazu Früchte des Waldes und starken Kaffee. Als alles vorbereitet war, begann der Riese Grykolus zu berichten.

Vor einigen Wochen, war die Welt im Tal noch in Ordnung für ihn. Er Lebte in der Höhle Kornmark. Diese gehörte Plüschi, einem unserer Stammeskameraden. Im Krieg verlor er diese Höhle leider. Des  Nachts waren die Vandalen dort eingefallen. Sie hatten geplündert, gemordet und alles vernichtet was sie finden konnten. Die meisten seiner Freunde und Kameraden waren in diesem Angriff gefallen. Man hatte sich nicht mal die Mühe gemacht, die Toten zu begraben. Man hatte viele, auch die, die nur verletzt waren, einfach liegen lassen oder aber die noch Lebenden, mit Pflogs auf den Boden gefesselt. Der heißen Sonne ausgesetzt, den kalten Nächten. Elendig mussten sie so dahin siechen. Niemand scherte sich um das Flehen derer, das sie Durst hatten und diese Qual nicht länger aushielten. Viele Tage und Nächte, belagerten die Angreifer die Höhle. Erst als sie alle Ressis  und brauchbares aus ihr entfernt hatten, verließen sie diese und Ödeten sie ein. In dieser Zeit, starben die meisten verletzten Gefangenen, einige schnell, andere sehr langsam, qualvoll… sinnlos…

Grykolus, war einer der wenigen die noch lebten. Durch einen Zufall, konnte er sich befreien. Denn eine Hand war nicht so fest geschnürt wie die anderen, mit viel Mühe kam er los. Eines Nachts gelang es ihm und mit letzter Kraft, rollte er sich zum nächsten Bach. Gierig trank er. Erst nur wenig, damit er keine Bauchschmerzen bekam. Als er sich einiger Maßen erholt hatte, machte er sich auf den Weg um Hilfe zu suchen. Doch viele der Höhlen um ihm herum waren verlassen oder die Besitzer selber im Krieg, Hilflos musste er mit ansehen, wie nach und nach all seine Leutz starben… Tränen waren in seinen Augen und er konnte dann einfach nicht mehr weiter sprechen.

Wir ließen ihn in Ruhe… denn auch uns hatte das gehörte Geschockt. Nie hätten wir gedacht dass die DG zu solchen Schandtaten bereit seien. Sicher Krieg ist nie sehr schön. Auf beiden Seiten fallen viele Tapfere Krieger, Freunde und Kameraden werden getötet. Dennoch ist es undenkbar, dass man so etwas tut. Versunken in unseren Gedanken wurden wir dann zum Essen gerufen. Viel Appetit hatten wir alle nicht mehr, aber dennoch zwangen wir etwas hinunter. Während des Essens berieten wir, was zu tun sei. Wir wollten auf jedenfall Grykolus mit uns nehmen, denn alleine würde er nur noch verbitterter werden. So baten wir ihn, sich uns anzuschließen. Wir fragten ihn aber auch, was mit seinen getöteten Freunden geschehen war. Er wusste es nicht. Vielleicht lagen sie immer noch dort verstreut rum. So war unser nächstes Reiseziel schon geplant. Denn es schmerzte uns, dass sie nicht begraben waren.

Bald nach dem Essen, legten wir uns schlafen, denn wir wollten so bald wie möglich aufbrechen. Früh erwachten wir alle, nach einer sehr unruhigen Nacht, viel geschlafen hatte niemand von uns. Wir beeilten uns, unser Lager abzubrechen und auf den Weg zu machen. Sehr weit war es ja nicht, etwa ein halber Tag. Mir graute bei dem Gedanken, der Ankunft dort. Bildlich stellte ich mir vor, überall diese  Leichen zu sehen. Eigentlich zog es mich nicht dorthin, aber wir mussten uns Klarheit verschaffen, anders ging es nicht.

Schneller als gedacht kamen wir voran, und schon nach vier Stunden, erhob sich vor uns der Wald, hinter diesem lag unser Ziel, die Höhle Kornmark. Wir schlugen kurz vor dem Wald  ein Lager auf und einige meiner Kameraden folgten mir in den Wald. Grykolus führte uns. Auch ihm war nicht sehr wohl in seiner Haut, das spürte man nur zu gut. Nach ca. 30 Minuten hatten wir den Wald durchquert.  Ich schluckte schwer, als wir uns den Schauplatz des Kampfes ansehen konnten. Der Bereich vor der Höhle und eigentlich jede Fläche wo nichts stand, sah man Tote über Tote, einige lagen sogar zu Bergen aufgeschichtet übereinander. Andere hatte man wir bereits erfahren angepflockt und diese waren sehr qualvoll gestorben. Ihre Gesichter waren verbannt von der Sonne, die Haut löste sich dort Teilweise ab und man konnte das nun sehr trockene rohe Fleisch darunter erkennen. Mein Magen drehte sich um und ich musste mich schwer beherrschten nicht gleich wieder davon zu laufen. Die Luft war angefüllt von bestialischem Gestank von verwesendem Fleisch.

TOTE,  überall nur TOTE so weit das Auge reichte, Blut war in Strömen geflossen, Leichenteile und viele Blutverschmierte Waffen lagen überall. Mit Gewalt wussten wir uns von dem Anblick los reißen. Und wir machten uns sogleich an die Arbeit, tiefe Gräber auszuheben. Einige der Leichen waren schon von wilden Tieren angefressen, was den Anblick noch erschüttender machte.  Viele Stunden buddelten wir so und Grykolus hatte die Aufgabe bekommen, die Toten in die Gräber zu legen. Denn seiner Kraft hatte niemand von uns etwas entgegen zu setzen. Am schlimmsten war es für mich, wenn er ganze Arme voll Leichenteile brachte. Teile die den Ärmsten einfach abgeschlagen wurden, nur um sie noch mehr zu quälen.

Wir brauchten fast einen ganzen Tag und eine Nacht, bis wir all die Toten beerdigt hatten. Erschöpft und sehr traurig gingen wir zu unserem Lager zurück. Einige waren noch dabei kleine Gebete zu sprechen und Holzkreuze zu verteilen. Als wir alle wieder beieinander waren, berieten wir, was zu tun sei. Ich war in Sorge, wie es Plüschi ginge und so beschlossen wir, trotz unserer Müdigkeit, sogleich aufzubrechen und ihn zu suchen. Schnell packten wir zusammen, unsere Müdigkeit war wie verflogen und wir brachen auf.

Schon nach wenigen Stunden erreichten wir Plüschis Höhle Rattenheith. Freude strahlend kam uns Plüschi entgegen als er Grykolus bei uns entdeckte. Auch dieser lief freudig strahlend auf Plüschi zu und nahm ihn in seine Arme. Ich dachte ich höre nun das Knacken seiner Knochen, aber dem war zum Glück nicht so.

Wir berichteten kurz, was wir bei seiner Ex. Höhle Kornmark vorgefunden hatten. Zutiefst erschüttert, folgte er unserem Bericht. Ihm war es nicht möglich gewesen, selber dort nach dem Rechten zu sehen, denn zu viele seiner Einheiten waren noch verletzt und bedurften Pflege. Er selber war auch schwer verletzt worden, aber nun auf dem Wege der Besserung. Wir boten sogleich unsere Hilfe an, denn es gab 3 weitere Höhlen mit Verletzten. So teilten wir uns auf und alle bemühten sich Hilfe zu leisten, so gut es Möglich war.

Plüschi produzierte Grobschlächtige Hügelriesen, diese wurden aufgewertet zu Metallenen Kolossen. Außerdem noch Brontos, diese massigen Wesen hatten einen unstillbaren Hunger und konnten den ganzen Tag nur fressen. So mussten sich einige unserer Leutz darum kümmern, dass die Getreidefelder wieder  Ernte brachten. So vergingen einige Tage und Wochen, bis alles wieder einigermaßen seinen Gang gehen konnte. Plüschi hatte sich auch wieder erholt und war sehr dankbar um unsere Hilfe. Als Gegenleistung schenkte er uns einige seiner Brontos und Kolosse, die wir dankend annahmen. Bald darauf verabschiedeten wir uns und zogen weiter.

 

Maleficarums seltsamer Humor

Nun waren wir alle am Ende unserer Kräfte und beschlossen erstmal die Heimreise anzutreten. Der Weg Heim, war sehr weit, aber wir schafften es in zwei Tagen. Dort übergaben wir unsere neuen und „alten“ Einheiten den Daheimgebliebenen, Duschten und fielen wie Tot in unsere Betten. Wir schliefen und schliefen, als wollten wir nicht mehr wach werden. Fast zwanzig Stunden schlief ich. Als ich endlich wieder wach wurde, stand Maleficarum mit sorgenvollem Blick in meinem Schlafraum. Erstaunt schaute ich ihn an. „Was tust du hier“ fragte ich ihn. „Ach“, sagte er „ich hab erfahren, dass ihr wieder da seid und wollte mal sehen, wie es euch ergangen ist. Wie es Dir ergangen ist“. Und grinste mich an, scheinbar gefiel ihm, was er sah. Denn als ich zu Bett ging, hatte ich mir nicht die Mühe gemacht, etwas über zu ziehen. „Na ja, wir leben, wie du siehst.“ Ich zog nun die Decke bis zum Kinn hoch, denn seine Blicke waren nicht gerade Jungendfrei. Aber so ist er nun mal… *lach

Als ich Hanschi bat, mein Schlafgemach zu verlassen, grinste er noch breiter und machte keine Anstalten aufzustehen. So sah ich mich gezwungen, wenn ich nicht den ganzen Tag im Bett verbringen wollte, mich in meine Decke zu wickeln. Ich brauchte drei Versuche, so vermummt auf die Beine zu kommen. Als ich an Hanschi vorbei ins  Bad wollte, griff er nach mir und zog mich auf seinen Schoß. Ehe ich mich versah, hatte er mich in seine Arme genommen und Küsste mich sehr intensiv. Es schien so, als habe er mich doch sehr vermisst. Denn das spürte ich an seiner fordernden Art mich zu berühren und noch etwas, das ich aber hier nicht näher erwähnen möchte. *sfg*

Ich genoss seine Zärtlichkeiten und konnte mich nur mit Mühe befreien. Aber es klappte nicht ohne Verluste und so musste ich wohl oder übel, ohne meine Decke ins Bad eilen. Dort verschloss ich schnell die Türe. Denn ich wollte in Ruhe Duschen gehen ohne Besuch. Laut klopfend machte sich Hanschi bemerkbar, aber ich ging nicht darauf ein. Ich stellte mich endlich unter die Dusche und genoss das angenehm Temperierte Wasser. Es schien mir fast so, als fiele nun auch die Mühe und Anstrengungen der letzten Wochen von mir ab. Und ich begann mich endlich wohler zu fühlen. Nicht ganz unschuldig daran war Hanschi, der im Nebenraum immer noch klopfte und Einlass begehrte. In seiner Nähe fühlte ich mich immer sehr wohl.

Nachdem ich mich abgetrocknet hatte und Frisiert, ging ich wieder ins Schlafgemach. Hanschi saß brummelig, im Sessel und trank einen Kaffee. Ich gesellte mich zu ihm, nahm Platz auf dem anderen Sessel. Er reichte mir eine Tasse von dem dampfenden Gebräu und ich musste berichten, was wir alles auf unserer Wanderschaft erlebt hatten. Auch ihn schockte der Bericht, wie DG mit den Einheiten von Plüschi verfahren waren. Das Blutfest von Wombad kannte er schon, dort hatte er schon mal eines miterlebt und es hatte ihm sehr gefallen. Na ja, Männer halt.

Ich berichtete gerade von der nassen Begrüßung bei imu, als es an dem Höhleneingang Schepperte. Aufgeschreckt lief ich zum Höhleneingang. Und als ich hinaus trat, musste ich lauthals lachen. Denn vor mir lag auf allen vieren der Stallmeister. Er war über meine Klamotten von der Reise gefallen und hatte sich lang gemacht. Ich hatte alles Tags zuvor einfach fallen lassen, um schneller in mein Bettchen zu kommen. Er war gekommen, um Hanschi und mich zum Essen zu holen. Ich harkte mich also bei Hanschi ein, der mir zum Höhleneingang gefolgt war. Und wir gingen gemeinsam zum Lagerfeuer, wo ein leckeres Essen auf uns wartete. Am Feuer angekommen, fanden wir eine lustige Gesellschaft vor. All meine Gefährten waren da und auch die, die Daheim gebliebenen. Wir setzten uns zu ihnen und wurden gleich mit den besten Speisen, die unser Koch zubereiten konnte verwöhnt. Es gab Mammutssteaks, Waldfrüchte und Brontopudding. Dazu wurde Fledermaus Schnaps gereicht, der allen gut Mundete und die Zungen lockerte. Bald wurde die Runde noch fröhlicher und jeder musste eine Geschichte erzählen, die er erlebt hatte.

Langsam senkte sich die Sonne und es wurde Nacht. Immer noch saßen wir am Feuer, das immer wieder gefüttert werden musste und erzählten uns Erlebnisse und Gehörtes. Am besten gefiel mir dabei die Geschichte die Hanschi erzählte. Ob sie Wahr war, weis ich nicht. Aber zumindest war sie sehr Lustig.

Sie handelte von einem Wettkampf, der im Tal veranstaltet wurde. Dabei war es zur Aufgabe gemacht worden, das alle Teilnehmer einen Eichbaumhirten auf seinem Baum einzufangen und zur Schau zu stellen. Das war kein leichtes unterfangen, denn die Eichbaumhirten sind sehr widerstandsfähig und lassen sich nicht gerne sehen, geschweige denn einfangen. Hanschi aber war sich sicher, dass es eine sehr einfache Aufgabe sei und meldete sich auch zum Wettstreit. Es fanden sich so, um die 20 Teilnehmer, die alle gleichzeitig starten sollten.

Als der Startschuss gegeben wurde, sah man alle wie flinke Wiesel die Bäume hochklettern. Der eine und andere mit einigen Schwierigkeiten, denn die Hirten fingen an, mit allem was sie in den Gipfeln fanden auf die Kletterer zu werfen. Immer wieder plumpste einer vom Baum, vom Jubelschrei des Hirten begleitet. Auch Hanschi musste einmal solch einen Fall miterleben. Mit Schmerz verzerrtem Gesicht und den Po haltend, machte er sich aber wieder daran, auf den Baum zu klettern. Eine wilde Jagt begann als er endlich die Höhe des Hirten erreicht hatte. Immer wieder aber gelang es dem Hirten auszuweichen und Hanschi wurde bald Müde und seine Kräfte ließen nach. Die meisten hatten ihren Hirten schon gefangen, aber Hanschi kam einfach nicht zum Erfolg. Als er ihn dann doch erwischte, biss der Hirt ihm so sehr in die Hand, das Hanschi vor Schreck und Schmerz den Baum runter segelt und mitten in dem einzigen Tümpel viel, der Weit und Breit war. Alle liefen zusammen und Lachten so sehr, das sie sich ihre Bäuche halten mussten. Mit Wut in den Augen kletterte er aus dem Wasser und machte sich triefend auf dem Heimweg. Denn ihm war der Spaß an dem Wettstreit gründlich vergangen. Um jedes Wasser machte er in den nächsten Wochen einen Riesigen Bogen. Tagelang ließ er sich nicht blicken um nicht wieder verspottet zu werden.

Sehr spät in dieser Nacht löste sich unsere lustige Gesellschaft auf und nach und nach verschwanden alle in ihre Hütten und Höhlen um noch ein wenig zu schlafen. Auch ich machte mich auf den Weg in mein kuscheliges Bettchen. Aber, als ich mich ausgezogen hatte und ins Bett krabbeln wollte, musste ich entdecken, dass es bereits besetzt war. Da ich mit den Gedanken noch wo anders war, hatte ich das laute Schnarchen nicht wahrgenommen. Hanschi hatte sich in mein Bett verkrümelt.  Und schnarchte Munter vor sich in. Und nu? Ziemlich  Ratlos schaute ich auf den Schlafenden. Da ich aber sehr Müde war und es nur ein Bett gab, legte ich mich dazu, klaute ihm die Decke und kuschelte mich an seine Seite, was sehr angenehm war. Schnell war ich eingeschlafen und selbst das Schnarchen störte mich nicht. Einige Stunden später erwachte ich, weil ich fror, ich musste bemerken, das Hanschi mir meine Decke gemopst hatte, frech wie ich war, zog ich sie wieder zu mir. Und schlief weiter. Als die Sonne schon hoch stand, wurde ich wach, wollte mich strecken, was aber nicht so recht möglich war, denn Hanschi hatte sich an mich gekuschelt und hielt mich in seinem Arm fest. Na ja, ein wenig konnte ich noch liegen bleiben und es genießen. So langsam wurde er aber auch wach und begann mit seiner Hand über meinen Körper zu gleiten. Aber ich schlüpfte schnell aus seinem Arm und zog mich an. Verwirrt schaute er mich an und machte ein trauriges Gesicht. Ich ging ins Bad und als ich frisch gemacht heraus kam war er auch angezogen. Wir Frühstückten noch miteinander und dann ging er in seine eigene Höhle zurück. Aber nicht um sich noch mal für den schönen Abend und Nacht zu bedanken. Verwundert blickte ich ihm nach. Schöne Nacht? Hatte ich was nicht mitbekommen? Lange grübelte ich darüber nach, kam aber zu keinem Ergebnis.

 

 

Was ist ein neugieriger Pilzsammler?

 

Noch immer verwirrt über Hanschis dank, machte ich mich daran mir noch mehr Kaffee zu zubereiten. Aber ich war so in Gedanken versunken, was ich nu in der Nacht scheinbar verpasst hatte, das ich mir das heiße Wasser über die Hand goss und mich stark verbrannte. Wie von einer Tarantel gestochen Flitze ich zum Wassertrog der Lasties und kühlte meine Hand. Erst nach geraumer Zeit ließ der Schmerz nach. Meine Hand war angeschwollen und fies rot geworden. Aber es half ja nichts, ich musste dennoch meine Arbeiten verrichten. Ich machte mich also auf, die EH zu versorgen, auch wollte ich mir unsere Neuerungen mal genauer ansehen.

Ich besorgte mir also eine Steinkarre und lud sie mit Futter voll. Einen Teil davon brachte ich zu den Ponys in die Höhle Rindenmarkt. Diese freuten sich und machten sich gleich daran es zu verputzen. Die Lasties im vorderen Bereich nahm ich dann mit, um sie auf die Koppel zu lassen, dort fanden sie genug zu Futtern. Wie junge Fohlen tobten sie rum, und spielten mit einander. Die warme Sonne tat ihnen gut. Als ich nach Ackenstille kam, wurde ich gleich vom Stallmeister empfangen, denn es gab Nachwuchs, einige neue Ponys waren hinzugekommen. Eines gefiel mir besonders, es war Schneeweiß und hatte schwarze Nüstern. Dieses wollte ich für mich behalten und versuchen, noch weitere dieser nach zu Produzieren. Auch hier gab es einige neue Lasties, die auf die Koppeln konnten. Futter und Wasser hatten sie schon bekommen, der Stallmeister war sehr Tüchtig. Aber nicht nur in Beziehung auf die Versorgung der Einheiten. Nein, hin und wieder ertappte ich ihn dabei, wie er mir den Hof machte. Sehr zum Ärger von Hanschi.

Babbelwisch und Bleisprung waren ein gutes Stück von den anderen Höhlen entfernt, darum schnappte ich mir mein Reitbronto und machte mich auf den Weg. Unterwegs genoss ich die Landschaft. Als wir kurz vor Bleisprung waren, hielt ich verdutzt den Bronto an. Denn etwas Blitze in der Sonne auf. Hinter einigen Felsen auf der Ebene schien etwas zu sein. Ich dirigierte den Bronto in diese Richtung. Kurz drauf stand ich vor den Felsen und an einem Vorsprung hing ein silbern schillerndes Amulett, das von einem Lederriemen gehalten wurde. Ich nahm es ab um es genauer zu betrachten. Aber ich kam nicht dazu, denn ein leises Stöhnen  schreckte mich auf. Ich zog meinen Dolch und duckte mich. Vorsichtig schlich ich um den Felsen herum. Als ich ihn fast umrundet hatte, lag da ein seltsames Wesen, mit einem grünem Kopf, vor mir. Blut strömte in dicken Bahnen aus einer Verletzung am Oberarm und einer Wunde an der Seite, wo sich schon eine  Pfütze gebildet hatte.

Mit Macht musste ich meine scheu abwerfen. Drehte mich um rannte zu meinem Bronto und holte aus den Satteltaschen einige meiner Hemden. Lief zurück zu dem Verletzten und begann damit ihn provisorisch zu verbinden. Dann schrieb ich schnell einen Zettel um Hilfe zu erbeten und band ihn dem Bronto um und jagte ihn Heim. Als wenn er wisse, dass es dringend war, setzte sich sein Mächtiger Körper sehr schnell in Bewegung (na ja, was man halt als schnell bei Brontos bezeichnen kann) … Schon sehr bald hörte ich laute Schreie und Rufe und das laute Trappeln vieler Hufe. Um die Ecke geschossen kam mein Bronto, im Schlepptau  einige meiner Leutz die auch einen Wagen mitbrachten. Vorsichtig Betteten wir das Wesen auf den Wagen und machten uns auf den Weg nach Bleisprung, denn das lag am nahesten. Ich stieg auch wieder auf meinen Bronto und folgte der Gruppe, als er plötzlich stehen blieb und mit seinem Riesen Fuß zu scharren begann. Ich stieg also wieder ab und fand vor seinem Fuß ein silbernes Ding, es war scharf wie eine Rasierklinge aber seltsam gebogen. Ich wusste nicht so recht was damit anzufangen, nahm es aber dennoch mit und beeilte mich den anderen hinter her zu kommen.

Als wir endlich an der Höhle angekommen waren, lief ich sogleich in die Höhle und bereitete dem Verletztem ein bequemes Lager. Schon kamen meine Leutz mit ihm und betteten ihn sanft. Heißes Wasser wurde auch gleich gebracht und auf einmal stand Hanschi im Höhleneingang. Er kam gleich zu uns und half mir die Wunden zu versorgen. Dabei fragte ich ihn, wer oder was wir hier versorgten. Er erklärte mir dann dass es ein Neugieriger   Pilzsammler sei. Der mit seiner Sichel im Wald Pilze für die Schamanen sammeln würde. Das erklärte mir auch diese seltsame Waffe, die Bronto gefunden hatte. Ich zeige sie Hanschi und er bejahte, dass es eine Sichel sei. Auch sagte er mir, dass es einer sehr scharfen und gefährlichen Waffe sei, wenn man sie zu handhaben wusste. Na ja, scharf war sie, wenn ich an das Loch in meinem Beinkleid dachte. Denn auf dem Ritt hierhin hatte mein Beinkleid etwas gelitten, scheinbar war die Sichel unglücklicher weise, durch ein Loch in der Tasche einmal an meinem Bein entlang geglitten und sie von oben bis unten aufgeschnitten. Nach getaner Müh mit dem Verletzen, gingen wir hinaus um uns zu waschen. Da es hier keine Waschmöglichkeit gab, begaben wir uns an den Bach, der in der Nähe munter plätscherte. Dabei meinte Hanschi sich über mich und meine Bekleidung Lustig zu machen, wozu ich überhaupt ein Beinkleid angelegt habe, ohne wäre doch bestimmt angenehmer und man habe mehr zu sehen.

Ich ignorierte seinen Spruch und setzte mich auf einen kleinen Stein am Ufer und wusch mich. Dabei Zog ich mein Hemd aus um es nicht nass zu machen. Hanschi tat es mir gleich, allerdings wusch er sich nicht sondern machte einen Satz ins Wasser. *Platsch* … und ich war patschnass. Wütend sprang ich nu auch ins Wasser und eine wilde Jagt begann. Wobei wir uns immer wieder gegenseitig untertauchten. Meine Wut verrauchte bald und es machte viel Spaß, sich gegenseitig zu Necken. Als wir dann ausgepowert uns ans Ufer legten, kuschelte ich mich an ihn. Mir kam der Verletzte wieder in den Sinn und ich fragte Hanschi danach, was er vermutete, was geschehen sei. Aber er wusste auch keine Antwort. So mussten wir warten bis er zu sich kam.

Am nächstem Morgen, Hanschi war über Nacht geblieben, sahen wir mit staunen, dass es dem Pilzsammler schon besser ging. Eines meiner Hausmädchen, flinke Amazonen, hatte  ihn bereits mir einer heißen Schildkrötensuppe versorgt. Seine Augen waren viel klarer und er nickte uns dankbar zu. Hanschi und ich setzen uns zu ihm und fragten, was denn geschehen sei. Eine Amazone brachte uns nun Kaffee den wir dankend tranken. Dabei lauschten wir der Geschichte des Genesenden.

Vor 5 Tagen war er von seinem Herrn Singa los gesendet worden, Hanschi eine Nachricht zu bringen. Sie war sehr wichtig, denn einige Wandalen und Unruhestifter waren immer wieder über Singa´s Höhlen her gefallen. Sie hatten zwar nichts stehlen können, dennoch wurden immer wieder einige Einheiten zerstört. Er stellte Holzwürmer und Elefanten her, um diese aufzurüsten zu Garstige Schwefelwürmer und Kampfmammuts. Es sind sehr begehrte Einheiten, da stark und gut um einen VA abzureißen. Darum versuchten immer wieder andere Stämme, Einzelgänger und Ausgestoßene besonders Elefanten zu stehlen, denn ihre Herstellung war recht Zeitraubend, im Gegensatz zu den Würmern. Nun war es vor einigen Tagen aber zu einem Großangriff gekommen und Singa hatte einige seiner wertvollen Elefanten verloren und auch einige seiner Würmer. Immer wieder hatte jemand Archen auf seine Höhlen gewundert und so einiges  Gestohlen. Am schlimmsten aber war das Wunder Faust der Zerstörung und Hammer der Zerstörung. Diese beiden Wunder hatte man auf Trauerdamm  gewundert und einige seiner Gebäude vernichtet. Erschüttert stand er vor den Trümmern, einige seiner Arbeiter waren dabei getötet worden und es würde viel Zeit und Hilfe brauchen alles wieder aufzubauen. Darum war Pilzi los gesendet worden, um Hilfe und um Resis zu bitten.

Als er nun schon sein Ziel fast erreicht hatte, wurde Plizi bei einer kurzen Rast, von den Wunderverursachern angegriffen. Man wollte verhindern, dass er zu Hanschi käme, denn dann würde es bedeuten, dass sie sich nicht mehr hinter ihren Feigen Angriffen verstecken konnten. Sie hatten ihn nieder gesteckt, aber zum Todesstoß waren sie nicht mehr gekommen, da sie mich entdeckten und geflohen waren. Hanschi und ich bedankten uns bei dem Pilzsammler und gingen hinaus. Er würde noch viel Ruhe brauchen um gesund zu werden. Hanschi und ich berieten, was zu tun sei. Als erstes wollte er sich erkundigen, was diese Feigen Angriffe sollten. Ich aber, würde mich auf den Weg machen und Singa mit Arbeitern und Resis zu helfen.

Gesagt getan und schon ging es wieder auf die Reise. So schnell es mir möglich war, rief ich so viele Trageinheiten zusammen, wie erreichen konnte, ließ sie beladen und wir machten uns auf den Weg. Aber nicht, ohne Genug anderweitiger Schlagkraft. Denn Angriffe auf uns wollten wir, wenn möglich zurück schlagen. So nahmen wir sowohl Kampfmammuts als auch Faustkämpfer, Steinschleuderer, Neandertaler und Barmanus mit. Alles in allem waren wir so, über 20k Stark und hofften dass es reichen würde. So schnell es uns möglich war, zogen wir durch Ebenen, und Wälder, überquerten Gebirge und bezwangen Flüsse die unseren Weg kreuzten. Unser erstes Etappenziel war Trauerdamm, wie der Höhlen Name passend sagte, war es die Höhle die es am schlimmsten erwischt hatte. Über 300 Arbeiter waren hier ums Leben gekommen.  Viele Elefanten gestohlen worden und auch einige KM zu schaden. Als wir sie erreichten, bot sich uns ein regelrechtes Trümmerfeld. Viele der Gebäude waren eingestürzt und andere standen sehr schief.

 Wir errichteten erstmal ein Lager. Dann machten wir uns daran die Arbeiten einzuteilen. Als erstes mussten wir den Schutt entfernen, damit wir den Schaden genauer begutachten konnten. Das alleine brauchte schon fast 2 Tage. Aber als wir es endlich geschafft hatten, dass alles bereinigt war, konnten wir sehen, dass einige der Gebäude nicht mehr zu retten waren, wir mussten sie abreißen und von Grund auf neu aufbauen. Also in die Hänge gespuckt und los ging es. In fünf Gruppen geteilt, sah man schon bald Erfolge beim Aufbau. Die ersten Gebäude standen bald in neuem Glanz da und auch neue Rohstoffe waren angekommen. Hanschi hatte in weiser Voraussicht noch einiges gesendet. Nach 4 Tagen war das schlimmste an Arbeit erledigt und Singa konnte seine Produktion wieder aufnehmen. Zwar vorerst nur Elefanten, aber das war ja schon mal ein Anfang, auch Kampfmammuts würden bald wieder entstehen können.

Aber von Hanschi kamen keine guten Nachrichten, denn die Angreifer blieben stur und es sah nach einem neuen Krieg aus. Denn so etwas konnten wir ja nicht auf uns sitzen lassen. Ich aber, wollte mir noch die anderen Höhlen von Singa ansehen. Denn auch diese hatten zum Teil recht eigensinnige  Namen, wie da wären Krustenweih, Rachegrund oder Bleiregen. So machten wir uns mit Singa auf den Weg, denn auch er wollte seinen anderen Höhlen nun mal einen Besuch abstatten. Schnell kamen wir mit ihm voran denn er kannte die Wege ja sehr gut. Bleiregen. Der Name passte eigentlich nicht, zu den Werkstätten der Schwefler denn hier entstanden erst die Holzwürmer, wofür Singa eigens einen Riesen Wald mit dick Stämmigen Bäumen angepflanzt hatte. Denn bevor er das getan hatte, waren diese windigen Würmer über alles hergefallen was aus Holz war. Selbst vor den Gebäuden aus Holz errichtet, machten sie keinen Halt und hatten so, einiges an Schaden angerichtet. Aus diesen Holzwürmern, wurden dann in feiner Handarbeit Garstige Schwefelwürmer hergestellt. Diese verbrauchten eine Menge an Schwefel der Tief aus diesem Berg gefördert wurde. Ich war beeindruckt denn die Garstigen sahen gar nicht so friedlich aus. Ich wunderte mich, das Singa sie so gut im Griff hatte, das sie nicht mit ihren Stinkendem Atem alles vernichteten.

Als nächstes besuchten wir Racheabgrund. Hier schien die Welt noch in Ordnung, denn die Elefanten pflügten begeistert die Koppeln um und die Kampfmammuts grasten friedlich zwischen ihnen. Ich dachte bei mir, dass die Höhle ja riesig sein müsse, denn es waren wahre Kolosse, die da in den Koppeln standen. Singa gestand, das es ihm nicht möglich sei, diese EH in der Höhle zu produzieren. Denn dazureiche nicht der Platz. Es würden da nur junge Elefanten drin sein, denn sie seien recht anfällig für jede Krankheit, aber dann müssten sie raus und draußen weiter wachsen. Ich bedankte mich bei Singa für die interessante Führung durch seine Werkstätte. Aber mich zog es mal wieder weiter.  

 

Die freundlichkeit in Person – Zicke *grml*

Aber Singa ließ uns nicht so einfach gehen. Für die Hilfe, die wir geleistet hatten, wollte er noch ein Abschiedsfest machen. So sagte ich zu. In Windeseile wurde ein Riesiges Lagerfeuer angefacht, 2 junge Elefanten geschlachtet und über dem Feuer zubereitet. Dazu gab es Waldfrüchte, Mammutblut und Elefantenhaut, getrocknet als Nachspeise gereicht. Wir griffen Hungrig beim Fleisch zu, dem Blut aber dankten wir ab. Zu sehr waren wir noch von den Blutfesten Wombad´s geschockt. Dafür war ich sehr überrascht über die fein herb schmeckende Elefantenhaut. Es war ein köstlicher Snack für zwischen durch.

Früh am nächsten Morgen, brachen wir auf. Herzlich war die Verabschiedung von Singa und all den anderen. Ich hatte mich dazu entschlossen, Zicke zu besuchen. Denn Sie sollte für mich, einige sehr eigenartige Einheiten Produzieren. Tick-Tack-Mann, Zeitreisende, Gepanzerte Neandertaler und Barmanus. Letzteres kannte ich ja schon, einige dieser Einheiten hatten wir ja einfangen können. Sehr weit brauchten wir aber nicht zu gehen, denn Ziege wohnte nicht weit von Singe weg. Schon gegen Mittag kamen wir in ihren Höhlenbereich.

Wir rasteten kurz, damit die Einheiten sich noch mal an dem frischen Wasser des Baches, an dem wir angekommen waren, laben konnten. Plötzlich wurden alle Unruhig. Sehr seltsame Geräusche drangen zu uns herüber. Es schien mir so, als kämen sie von der Höhle vor uns. Seltsam klickende Geräusche, begleitet durch leises Murmeln. Ich entschloss mich, mit 2 meiner Gefährten auf die Suche nach der Ursache dieser Geräusche zu machen. Vorsichtig näherten wir uns der Höhle. Erstaunt blickten wir auf die vielen, vielen Sand- und Sonnenuhren die auf dem Vorplatz der Höhle aufgestellt waren. An fast allen stand ein Wesen und betrachtete seine Sand oder Sonnenuhr. Niemand beachtete uns, als wir an ihnen vorbei Schritten. Aber nun hatten wir die Ursache der Geräusche gefunden. Verursacht wurden diese klickenden Geräusche von diesen Wesen an den Uhren. Es war mir so, als murmelten sie dauernd die Zeit, die dort abzulesen war.

Am Höhleneingang angekommen, rief ich ein lautes Hallo, in die Höhle. Schon nach kurzer Zeit erschien Zicke uns Misstrauisch ansehend im Eingangsbereich. „Wer seid Ihr? Was wollt Ihr? Ich mag keine Besucher!“ wurde uns sehr böse entgegen geworfen. Verdutzt guckten wir uns an und mussten lachen. Ich stellte nun meine Begleiter und mich vor und brachten dann unser Anliegen dar, Ihre Einheiten kennen zu lernen. Ich konnte erkennen, dass das Misstrauen nicht aus gelöscht war. Sie wolle sich erst bei Maleficarum erkundigen, ob wir auch die Wahrheit sagten. Dann jagte sie uns fort von Ihrer Höhle. Uns blieb nichts anderes übrig, als erstmal das Feld zu Räumen. Missmutig gingen wir zu unseren Freunden zurück. Da wir nichts weiter machen konnten, schlugen wir unser Lager auf. Ich entsendete aber sogleich eine Vampirfledermaus mit einer Botschaft an Hanschi. Es bedurfte sehr viel Mühe, das Fledertierchen am Tage aus seinem Cocoon zu bekommen und dazu zu bewegen sich auf den Weg nach Aggaweiler zumachen. Aber ich versprach ihr, eine leckere Belohnung, wenn sie sich sputen würde.

Wir hatten uns gerade Häuslich eingerichtet als die Sonne begann, sich zu senken. Die Schatten wurden immer länger und die Tiere der Nacht erwachten. Auch unsere Geflügelten Freunde meldeten sich erwachend und wollten raus, aufbrechen zur nächtlichen Jagt. Kurz nachdem es ganz finster geworden war, kam meine Fledermaus von Hanschi wieder. Ich entnahm ihr den Brief und gab ihr eine große Handvoll Wanzen, die ich bei imu mitgenommen hatte.  Genüsslich schmatzend machte sich Flederchen drüber her und in wenigen Augenblicken waren alle Wanzen verspeist. Ich entließ nun Flederchen, damit sie noch auf die Jagt gehen konnte, was sie auch dankend annahm. Ich ging zum Feuer und öffnete den Brief. Es waren eigentlich 2 Briefe. Einer an mich gerichtet und einer an Zicke. Er berichtete mir, dass er keine Fortschritte bezüglich den feigen Angriffen auf Singa gemacht habe. Alle hüllen sich in Schweigen, niemand will etwas wissen. Des Weiteren waren auch schon einige weitere Spionage übergriffe auf unsere Stammeshöhlen erfolgt. Von wem genau, konnten man leider nicht sagen, aber die Vermutung stand nahe das es auch die Angreifer Singas waren. Ich solle, Zicke den beigefügten Brief übergeben, er würde mir die Tore zu Ihren Höhlen öffnen. Dann standen noch einige Persönliche Dinge in diesem Brief, die ich aber nicht näher erörtern werde. *fg*

Nach dem Essen, legten wir uns zum schlafen. Denn ehrlich gesagt, hatte ich keine Lust an diesem Abend noch mal mit der brummeligen Zicke zusammen zu treffen. Vielleicht war sie ja am Morgen besser gelaunt. Früh standen wir wieder auf. Kaum als das die Sonne aufgegangen war und wir den ersten Kaffee getrunken hatten, machten wir uns auf den Weg um Zicke einen zweiten Besuch abzustatten. Das seltsame klicken und klappern begleitete uns, als wir wieder zum Höhleneingang schritten. Kaum waren wir dort angekommen, als und Zicke schon entgegen schoss. Sie sah immer noch brummelig aus. Wieder wollte sie uns von ihrem Grund und Boden weisen. Aber ich bremste sie gleich und übergab ihr den Brief von Hanschi. Wütend riss sie ihn auf und begann zu lesen. Ein sanftes Leuchten erschien in ihren Augen, aber die Miene änderte sich nicht.

Der Höhlenname Ballsprung, passte irgendwie überhaupt nicht hier hin. Nichts erinnerte an einen Ball, alles war ebenerdig, bis auf ein paar Felsen und halt die vielen Sonnen und Sanduhren. Ich fragte Zicke nun, ob sie bereit sei uns ein wenig von ihren Höhlen und Einheiten zu zeigen. „Ich hab hier nicht gerne Fremde Leute, die in meinen Angelegenheiten rum wühlen und mir über die Schulter glotzen“, zischte Zicke uns zu. „Aber weil Maleficarum mir vergewissert hat, das ich euch vertrauen kann, was ich dennoch nicht tue, werde ich mich seinem Wunsch beugen müssen. Dich, Kasanostra, herum zu führen, aber die anderen müssen wieder gehen“. Leise Seufzend, schickte ich meine Begleiter zurück in unser Lager. Sehr wohl war mir nicht in der Haut, mit dieser störrischen Person nun den Rundgang zu beginnen.

Ich bat Zicke, mir ein wenig über ihre Einheiten zu erzählen. Missmutig tat sie es. Als erstes wollte ich wissen, was diese Wesen an den Uhren machen würden und was es für welche seien. Sie erklärte mir, dass es Tick-Tack-Männer seien. Diese haben sich sei eh und je mit Uhren beschäftigt. Einige haben weit über 100 Uhren immer bei sich, damit sie sicher seien, das die Uhrzeit auch stimme. Aber sobald eine Uhr nicht mehr richtig Ticken würde, entstand solch ein klickendes Geräusch. Umso schneller sei es ihnen möglich, bei dieser dann die richtige Zeit wieder einzustellen, aber bedingt dadurch, das sie so viele Uhren bei sich trugen, dauerte es immer sehr lange, bis sie die richtigen gefunden hatten. Kaum war eine wieder richtig eingestellt, konnte es passieren, das die nächste aus dem Takt geriet. Es konnte sogar passieren, dass sie, durch das falsch ticken, aus dem Takt kamen und dann nur noch Torkelnd sich fortbewegen konnten. Darum war es für sie Lebenswichtig, immer alles gleichlaufend zu haben. Sehr einfach sei das nicht, da immer wieder eine der vielen Uhren aus dem Takt kam. Darum gäbe es nie Stille in der Nähe eines Tick-Tack-Mannes. Besonders übel sei es, wenn Krieg herrsche, denn diese würden sich durch das andauernde Klicken immer wieder verraten. Aber dennoch sei sie gezwungen, diese Einheiten zu bauen, da sie die Vorstufen für die Zeitreisenden seien.

Zeitreisende sind in der Produktion nicht gerade günstig. Denn in dieser Speedrunde, ist Schwefel Mangelware, aber die Herstellung dieser, kostet pro Einheit 6 Schwefel und nur 2 Metall. Aber weil die Tick-Tack-Männer solch einen Lärm machen, wandelt man sie gerne um. Auch Zicke tat dieses, denn das ständige Klicken, ist sehr Nerven aufreibend. Darum Produzierte Sie auch nur in 2 Höhlen diese. Auch, weil andere Einheiten wesentlich effektiver sind.  

Wir machten uns nun auf den Weg zur Höhle  Greisengroden. Dort wurden die gepanzerten Neandertaler und Barmanus  Hergestellt. Auf dem Weg dorthin, entdeckte ich am Wegesrand immer wieder kleine Hügel, mal frische, mal ältere. Auf meine Frage was das sei, erklärte mir Zicke, das dort die Müllbeseitigung sei. Denn das Herstellen von gepanzerten Neandertalern brachte auch sehr viel Abfall. Denn für jeden NT der gepanzert werden musste, benötige man auch ein Teil einer Schildkröte, da daraus der Panzer gemacht würde. Knochen und die Reste, müsste man entsorgen, so buddelten sie diese hier ein. Ich wunderte mich, denn Schildkröten hatte ich noch keine auf meiner Wanderung gesehen. So fragte ich danach. Diese Schildkröten würden ihr immer wieder zulaufen. Denn in der Nähe sei ein Sammelplatz der Schillis, dort würden sie ihre Eier ablegen. Hin und wieder kam es dazu, dass sie sich aber auch ins Lager verirrten oder verendeten. Diese wurden dann immer gleich zur Produktion hinzu gezogen. So brauchte man sie nicht eigens dafür züchten. Bei der Höhle selber, konnte ich gerade zu sehen, wie eine Schildkröte Fachgerecht verarbeitet wurde. Aus der Höhle kamen gerade neue NTs.  Diese wurden gleich eingekleidet. Als sie aber die schwere Rüstung anhatten, konnte man gleich sehen, dass sie doch sehr behindernd war, denn sie konnten sich wesentlich schlechter bewegen. Aber sie sollten sich ja auch, wenn es zum Kampf kommen sollte, vor die Armee stellen, damit diese besser geschützt ist.

Wir betraten nun die Höhle. Aber kaum hatten wir sie betreten, da wünschte ich mir, ich wäre nie hier her gekommen. Ein penetranter Gestank traf mich, wie mit einer Keule. Ich rümpfte die Nase und musste gegen eine drohende Ohnmacht ankämpfen. Schwankend erreichte ich eine der Höhlenwände und musste mich anlehnen, sonst wäre ich umgefallen. So schnell ich konnte, griff ich eines meiner Taschentücher und hielt es mir vor Mund und Nase. Mit der anderen Hand suchte ich in Windeseile mein Mammutparfüm heraus und träufelte mir etwas aufs Taschentuch. So nach und nach ging es mir besser, auch konnte ich wieder klarer sehen. „Verdammt noch mal, was STINKT hier so“, schrie ich Zicke an. „Hättest du mich nicht vor warnen können?“ Erst jetzt drehte sie sich wieder zu mir um und ich dachte mich trifft der Schlag. Zicke hatte eine Atemmaske auf. Und grinste mich höhnisch an. „Och, hab ich vergessen dich auf die Atemmasken am Höhleneingang hin zu weisen? Na das tut mir ja sooooo leid.“ *grins* Man war ich sauer, so schnell ich konnte, ging ich noch mal zurück und setze auch eine Maske auf. Schlagartig ging es mit besser. Nun aber folgte ich ihr in die Höhle. Als wir um eine Felsnase herum gingen, entdeckte ich des Gestanks übel. Hier standen hunderte von Barmanus. Diese seltsam anschauenden Wesen strömten diesen penetranten Geruch aus. Zicke erklärte mir, dass die Umwandlung des gepanzerten NTs in den Barmanus solch einen Geruch verursacht. Denn die NTs würden sich weigern und dabei ganz tierisch in die Hose machen, da sie sich aber weigerten zu Baden, würden sie den Geruch nicht loswerden. Draußen,  im Freien, bemerke man den Gestank nicht so. Wieder etwas dazugelernt, machten wir uns auf dem Weg raus, aus dem Gestank. Ich legte die Maske ab und Atmete erstmal TIEF durch. Zicke wollte mir noch die anderen Höhlen zeigen, vielleicht um mich noch mehr zu Quälen, aber ich dankte und verabschiedete mich. So schnell es mir möglich war, verließ ich diesen ekeligen Ort.

 

Daemon : Leben und Leben lassen!!!

 Als ich endlich bei meinen Kameraden angekommen war, machten alle einen Riesen Bogen um mich. Als ich verwundert fragte, was los sei, meinten sie dass ich stinken würde als sei ich in eine Jauchegrube gefallen. Entweder ich würde freiwillig Baden gehen oder aber sie wollten mich mit alle Mann in den Bach werfen. Beleidigt grummelnd beugte ich mich der drohenden Gewalt und machte mich auf den Weg zu Bach. Au schitt, war das Wasser kalt. Ich dachte, mir würde die Haut gefrieren. Sie fühlte sich wie ein Reibeisen an solch eine Gänsehaut bekam ich. Meine Klamotten hatte man mir auch geklaut und frische hingelegt. Denn selbst die Anziehsachen  stanken bestialisch… Auf Weisung meiner Leutz, musste ich mich über eine halbe Stunde im kalten Wasser schrubben. Damit sie sicher sein konnten, das ich wieder normal rieche. Am liebsten hätte ich sie alle zum Teufel gejagt. Aber sie hatten sicher Recht. Denn meine Nase war noch sehr betäubt von dem Gestank in der Höhle ohne Maske. *seufz* Ich ergab mich also, und tat wie mir geheißen. Als ich endlich wieder aus dem Wasser durfte, kam mein Stallmeister zu mir runter und rubbelte mich von oben bis unten warm. Es tat sehr gut und schon bald durchfloss mich wieder angenehme Wärme. Wieder im Lager, reichte man mir auch gleich einen heißen Kaffe und einen Teller Schildkrötensuppe. Der Stallmeister aß mit mir und nach dem ich von außen und innen so schon gewärmt war, fielen mir die Augen zu. Ich kuschelte mich an den Stallmeister, ohne es recht zu bemerken. Dieser aber nahm mich auf und trug mich zu meinem Schlafplatz, deckte mich zu und kroch auch unter die Decken, damit ich in der Nacht nicht auskühle.

Ich schlief sehr gut diese Nacht, es war kuschelig warm und sehr angenehm. Viel später, als es normal für mich, wurde ich am nächsten Morgen wach. Verwundert wischte ich mir über die Augen, denn die Sonne stand schon recht hoch. Meine Kameraden hatten alle schon gefrühstückt. Als ich mich so rekelte und streckte, kam der Stallmeister schon auf mich zu und brachte mir einen dampfenden starken Kaffee. Dankend schlürfte ich das Wachmachende Gebräu. So süß geweckt, stand ich dann endlich auch auf. Alle Einheiten waren schon versorgt und die meisten auch schon wieder Aufbruchs bereit. Man hatte auch schon überlegt, wo die weitere Reise uns hin führen sollte und man war zu dem Entschluss gekommen, dass wir Daemon besuchen sollten. Seine Einheiten waren die schnellsten im ganzen Tal. Leider konnten diese nichts Tragen. Aber man nutze sie sehr gerne, wenn es darum ging, Fremde Höhlen zu übernehmen. Darum waren sie sehr wichtig in jedem Krieg.

Mit gemischten Gefühlen, begab ich mich zum Bach um mich frisch zu machen und den restlichen Schlaf aus den Augen zu waschen. Mir wollte es ganz und gar nicht behagen, Daemon leibhaftig zu begegnen, denn ich hatte noch nicht viel Gutes über ihn gehört. Aber es half nichts. Denn seine EH wollten wir auch sehen und eventuell welche erwerben. Also brachen wir auf, nachdem die Reste eingepackt waren. Schnell kamen wir voran, waren doch alle EH gut ausgeruht. Schneller als mir lieb war. Denn je näher wir seinen Höhlen kamen umso unruhiger wurde ich. Was sich natürlich auch auf Bronto, meinem  Reittier übertrug. Immer wieder begann er zu tänzeln und einige male, wollte er sogar nicht weiter gehen. Nur gutes zureden half dann noch.

Wir näherten uns rasend schnell der Höhle Witwenbach. Ich wunderte mich über diesen Namen, verhieß er doch nichts Gutes.  Da diese Höhle mal wieder im Gebirge lag, teilten wir uns auf. Nur wenige Leutz sollten mich begleiten, der Rest sollte schon mal zur Höhle Menschenneustadt gehen. Diese lag in einem dichten Wald und würde allen Nahrung bringen. Wieder einmal wurde es sehr Mühsam für uns, das Gebirge zu erklimmen. Stunden vergingen, bis wir endlich einen einigermaßen angenehmen Pfad fanden, der uns den weiteren Aufstieg erleichterte. Als wir dann um eine Felsnase herum gingen, blieben wir sogleich stehen. Der Anblick, der sich uns bot, war schaurig. Vor uns lag ein riesiger Friedhof. Hunderte von Kreuzen standen hier. Viele von ihnen hatten eine Inschrift, einige waren schon so verwittert, dass man diese kaum entziffern konnte. Aber dennoch gelang es uns, bei wenigen. Als erstes standen die Sterbedaten, danach die Namen. Alle Namen waren Weiblich und die Daten waren alle ca. ein halbes Jahr nacheinander gestaffelt. Sehr seltsam erschien uns das. Denn auf einem Schild am Ende des Friedhofs stand zu lesen:“ Familien Friedhof Daemons“.

Geschockt und sehr verwundert gingen wir weiter. Ich wollte wissen, was das hier zu bedeuten hatte. Schon bald kamen wir an die Höhle von Daemon. Irgendwie hatte ich noch mehr Bammel bekommen, denn Drachensegler hörte sich so überaus gefährlich an. Ich hatte das komische Gefühl, das mich gleich ein heißer Drachenatem treffen würde. Unruhig schaute ich mich immer wieder um. Links auf dem Vorplatz, der Höhle war ein Riesiges Gebäude mit einem mächtigem Tor. Überall lagen Holzspäne und Reststücke von Holz rum. Aber keine Drachen waren zu sehen. Als wir fast den Höhleneingang erreicht hatten, trat jemand daraus hervor. Ich begrüßte ihn und stellte meine Begleiter vor. Erfreut begrüßte uns Daemon. Er hatte schon von unseren Reisen erfahren und war hocherfreut uns auch kennen zu lernen. Zu einem kleinem Umtrunk und Essen, lud er uns direkt in die Höhle ein. Diese war einfach gigantisch. Egal wohin man trat, immer wieder trat man auf Holzspäne. Es war so, als wenn man auf einem dicken Teppich gehen würde, sehr angenehm. Nach wenigen Schritten, weitete sich die Höhle. Überall waren Nischen in die Felsen geschlagen worden, so hoch, das man die letzten Nischen kaum mit dem bloßem Auge erreichen konnte. Super lange Leitern waren an die Feldwände gestellt worden, mit einem kompliziert aussehendem Mechanismus versehen. Denn so bald ein Nischenbewohner aus seiner Nische wollte oder hinein, fuhr eine der gigantischen Leitern zu ihm und holte ihn ab. So waren diese immer in Bewegung und man musste aufpassen, dass man ihnen nicht in die Quere kam.

Mitten in der Höhle, waren sehr viele Tische und Bänke aufgestellt. Mitten drin, prasselte ein großes Feuer lustig vor sich hin, über diesem war ein mächtiger Kessel angebracht, worin eine Wohlduftende Speise vor sich hin brodelte. Daemon bat uns Platz zu nehmen. Sogleich eilten geschäftige Amazonen auf uns zu und bedienten uns königlich. Eine dieser Amazonen, setzte sich neben Daemon, worauf dieser gleich anfing sie zu küssen und sanft zu streicheln. Wir taten so, als wenn wir mit unserem Essen beschäftigt waren und es nicht sehen würden, denn er ging so „offen“ mit ihr um, als seien sie alleine. Nach dem Essen, bat ich Daemon, mir ein wenig über diese Höhle und deren Bewohner zu erzählen. Gerne tat er es, denn er war sehr Stolz, auf seine errungen schafften. Diese Höhle hatte er nach seinen Vorstellungen Einrichten lassen. Da er hier Drachensegler Produzierte, brauchte er auch viel Platz, um alle seine Piloten unter zu bringen. So erschuft er diese Gigantische Schlaf- und Wohnhöhle für sie. Die Drachensegler selber, wurden draußen in dem großem Holzschuppen mit dem riesen Tor gebaut. Während er uns das erzählte, konnte er die Finger nicht von der Amazone lassen, was diese sehr zu genießen schien.

Er führte uns nun raus, um uns auch die DS zu zeigen. Es war eine geniale Konstruktion. Diese zu entwickeln musste wirklich Jahre gekostet haben, denn sie konnten nicht nur fliegen, sondern auch während des Fluges Steine auf die Gegner werfen. Durch ihre Schnelligkeit, waren sie auch wieder schnell Einsatzfähig, nach Abwurf. Selbst durch den Rundgang durch seine Produktionshalle, ließ er die Amazone nicht los. Erst als wir einen Pfad hoch gingen, dorthin wo die Testflüge abgehalten wurden, blieb diese zurück. Auch meine Begleiter gingen nicht mit hoch. Oben angekommen, schauten wir den DS zu, wie sie starteten und einige Runden um das Gebirge flogen. Denn Daemon war dabei, ihre Flugfähigkeiten zu verbessern. Und hier wurden die testflüge veranstaltet. Endlich waren wir alleine und ich fragte vorsichtig an, wieso er solch einen großen Friedhof brauchte, wie er entstanden sei und wer dort alles liegen würde. „Ach das“, meinte er nur trocken. „Das sind meine verstorbenen Ehefrauen.“ Verdutzt schaute ich ihn an und er erzählte mir, das er einen sehr hohen verschleiß an Frauen habe. Er sei wohl zu Agil und die Frauen wären so schnell „abgenutzt und ausgelaugt“ darum musste er sie leider sehr oft ersetzen. Lapidar, zuckte er mit den Schultern, als sei das, das normalste auf der Welt.

Zutiefst geschockt,  machte ich mich an den Abstieg. So etwas war mir noch nicht unter gekommen. Immer noch verwirrt, kamen wir bei meinen Gefährten an. Ich bat Daemon um einige seiner DS, denn vielleicht könnten sie uns mal sehr nützlich sein. Des Weiteren, wollten wir uns aber noch eine seiner  Schneggenhöhle ansehen. Daemon wollte uns gerne begleiten, denn eine neue Produktion sollte heute fertig werden, die er Überprüfen wollte. So machten wir uns an den Abstieg zur Höhle Menschenneustadt. Nach nur 2 Stunden, hatten wir das Gebirge verlassen.  Als wir unten ankamen, dunkelte es bereits und wir wollten die Besichtigung auf den nächsten Morgen verlegen. Zur Höhle selber, sollten wir aber erst bei Licht gehen, nun sei es zu gefährlich. Ich schluckte, was war an Schnecken gefährlich? Aber ok, Daemon wusste da wohl besser bescheid. Wir lagerten also hier, machten ein kleines Feuer, damit wir etwas zu Essen zubereiten konnten. Nach einem kurzem Mahl, legten wir uns schlafen. Wieder schlief mein Stallmeister in meiner Nähe, was ich wiederum als sehr angenehm empfand.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen uns weckten, zogen wir weiter. Aber Daemon empfahl uns, hohe Gummistiefel anzuziehen und nur wenige sollten uns begleiten. Gesagt, getan. So gingen wir weiter. Als wir durch den Wald durch waren, der die Höhle umschloss und sich eine Lichtung vor uns auftat, entglitt mir ein lauter erstaunter Aufschrei. Denn das, was ich sah, war das unglaublichste, was ich je erblickte.

Ca. 500-600 Meter vor uns war der Höhleneingang zu sehen. Aber man konnte nicht einfach dorthin laufen, denn vor der gesamten Höhle, gab es einen immens großen See. Einen See aus Schleim. Ich schüttelte mich bei diesem Anblick. Um den See herum, waren hohe Zäune angebracht, auf diesen Zäunen war eine Art weiterer Zaun angebracht der aus sehr spitzen und verknorpelten Ästen bestand. Mit weit aufgerissenen Augen folgte ich Daemon, der durch ein Tor schritt, das wir hinter uns wieder Sorgfältig verschlossen. Hier erwartete uns ein Boot, das mit einem langem Seil auf der anderen Seite des Sees befestigt war. Wir stiegen also ein und zogen uns durch den See, was sehr anstrengend war, denn der Schleim war sehr zäh und anhänglich. Als wir endlich auf der anderen Seite angekommen waren, konnten wir auf den wenigen trockenen Metern in die Höhle gehen. Hinter uns brodelte der See auf einmal, Furcht stieg in mir auf. Wie auf ein geheimes Kommando, krochen viele, viele Schnecken auf uns zu, man waren das riesige Wesen, ich erkannte, das es sich um mindestens 3 Arten handeln musste. Und Daemon erklärte mir, dass die erste Stufe Berittene Rennschneggen sein, dann erfolgte eine Umwandlung in Durchtrainierte und dann erst entstanden Eliterennschneggen. Die Aufrüstungen, der Schneggen sei auch sehr Teuer, denn wieder verbrauchten die D- und E-Schneggen sehr viel Schwefel. Er könne oft, die Produktion nicht fortführen, da er nicht so viel Schwefel besorgen könne, wie er brauchte. Bedingt dadurch, musste er den See anlegen, damit die Schneggen sich nicht so langweilten und vielleicht den Aufstand planten. Die Stacheln oben auf dem Zaun, sollten verhindern, dass sie sich von dannen machten. Was sich bis jetzt auch super bewährt hatte. Wir gingen nun in die Höhle, dort warteten schon sehr viele der Schecken, denn Daemon musste ihnen ihre Futterrationen zuweisen. Als das erledigt war, zogen sich die Schnecken wieder in ihren See zurück.

Zu meiner Schande muss ich sagen, war ich nicht sehr aufmerksam, denn als ich mich in der Höhle umsah, trat ich leider auf eine der Schleimspuren und machten einen Riesen Satz… der Länge nach viel ich hin und rutschte unaufhaltsam dem Schleimsee entgegen. Ich schrie wie wild und versuchte mich irgendwo fest zu halten. Aber das gelang mir nicht. Es kam, wie es kommen musste. Ich landete im See. Tauchte unter und hatte Mühe wieder an die Oberfläche zu gelangen. Meine Kameraden und Daemon, bogen sich vor lachen. Sie hielten sich die Bäuche und schnauften nach Luft, statt mir endlich zu helfen. Als sie sich endlich ein wenig beruhigt hatte, spürte ich etwas Hartes unter mir. Eine der Schnecken, hatte sich unter mich geschoben und bugsierte mich vorsichtig, auf das Ausgangstor zu. Dankbar über ihre Hilfe, streichelte ich ihren Kopf, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Sie kuschelte sich an mich, und genoss meine Zärtlichkeiten. Ich entschloss mich, diese mit zunehmen, sollte sie es möchten. Ich öffnete also das Tor und sie ging mit. Ich drehte mich nicht um. Denn mir war es echt Scheiß egal, ob meine Gefährten mir nachkamen oder sich tot lachten. Ich suchte nun so schnell ich konnte den Bach auf, den ich durch die Stämme des Waldes gesehen hatte. Meine neue Freundin folgte mir. Ich entledigte mich meinen Kleidern und genoss das Bad im lauwarmen Wasser. Meine Sachen versuchte ich auch so gut es ging, vom Schleim zu befreien und legte sie dann auf einen Felsen am Ufer zum trocken. Ich begab mich dann wieder ins Wasser und genoss es. Plötzlich spürte ich, dass sich das Wasser bewegte. Als ich aufblickte, sah ich meinen Stallmeister über mir. Erschrocken, versuchte ich meine Blöße zu bedecken, aber das gelang nicht besonders  gut. Ich fluchte und gebot ihm, weg zu gehen. Aber er gehorchte nicht. So sprang ich auf, schnappte im Lauf meine Sachen und rannte in den Wald. Schnecki  folgte mir. Als ich nicht mehr gesehen werden konnte, zog ich mich wieder an. Wütend stapfte ich zum Camp  zurück. Ich nahm mir vor, mal ein ernstes Wort mit dem Stallmeister zu  reden, denn er nahm sich in letzter Zeit einfach zu viel heraus. Verwirrt kam ich dort an. Meine Gefühle waren total durcheinander geraten, denn so richtig böse konnte ich dem Stallmeister nicht sein und ich wusste nicht warum.

 

Archimedes – Und ein grauslicher Fund

Als ich mich endlich wieder angezogen hatte, ging ich mit Schnecki ins Lager zurück. Mein Stallmeister war auch schon zurück und grinste mich frech an. Ich ignorierte ihn. Meine Leutz umringten mich, alle mit einem grinsen auf dem Gesicht und ließen sich von mir, noch mal alles erzählen. Einige kugelten sich vor Lachen auf dem Boden, scheinbar, stellen sie sich mein Missgeschick Bildlich vor. Ich wurde Kirschrot und machte mich daran, mir einen Kaffee zu nehmen. Setzte mich dann etwas abseits zu Schnecki und streichelte sie. Komischweise war sie nicht so schleimig wie ich angenommen hatte. Sie genoss die Streicheleinheiten, als plötzlich ein Schatten über mich fiel.  Ich blickte auf und sah meinen Stallmeister, er nickte mir zu und setzte sich neben mich. Leise raunte er mir zu, dass er mich auch gerne mal so streicheln würde. Ich Schluckte, sagte nichts und verließ meinen Platz. Mit meinem Kaffee ging ich zu Bronto und begann damit, ihn zu satteln. Irgendwie machte mich das, was der Stallmeister sagte total durcheinander. Na ja, ich lenkte mich mit Arbeit ab.

Gegen Mittag machten wir uns alle über das zubereitete Essen her. Es gab Pilzeintopf mit viel Zwiebeln, dazu Wurzelgemüse und als Nachtisch, Riesenschildkrötenaugen in Mammutfett geliert (Singas Kreation). Alle griffen hungrig zu. Beim Essen Besprachen wir, wohin wir nun gehen wollten. Einige waren dafür, dass wir eswoc besuchten, andere wollten lieber zu Archimedes. Ich hatte schon einiges von seinem „Gesichertem Tante Emma Laden gehört“. Dort sollte es super schwere Kampfmammuts geben und blutdürstige Schwefelwürmer. Wir stimmten ab und so wurde entschieden, dass wir Archimedes einen Besuch abstatten würden. Ich freute mich sehr, ihn endlich kennen zu lernen, denn Ingame hatten wir schon häufig miteinander getextet. Auch einige Hilfreiche Dinge zum rpg, bekam ich von ihm.

So bauten wir das restliche Lager ab und machten uns wieder mal auf den Weg durch das Tal, denn wir wollten noch heute Abend bei Archimedes ankommen. Es wurde ein sehr schöner Tag, die Sonne brannte auf uns herab  und über uns kreisten immer wieder einige schlitzfedrige Aasgeier. Zogen aber dann weiter weil’s ja nix zu Futtern für sie gab. Bronto trabte munter vor sich und Schnecke blieb an unserer Seite. Ich wunderte mich immer wieder, dass diese Eliterennschnecke so schnell war. Ich hatte Daemon nicht mal was für sie gegeben, viel mir gerade ein. Na ja, wird schon nicht so schlimm sein, dachte ich. Zwei mal machten wir eine kurze Rast um die EH zu versorgen und uns selber ein wenig zu stärken. Am späten Nachmittag sahen wir viele Aasgeier vor uns, ein Riesen Schwarm umkreiste etwas, einige landeten. Ich winkte 4 Schwerbewaffnete Leutz heran und wir ritten auf die Stelle zu. Zwei Leutz rasten wie wild darauf zu, um die Aasgeier weg zu scheuchen.  Nur widerwillig verließen sie ihren Landeplatz. Als wir endlich freie Sicht auf das hatten, was da lag, erschraken wir alle. Denn das, was wir sahen, war zu schauderhaft. Es lagen drei Leutz dort vor uns, angepflockt wie wir es schon von den DG kannten.  Von der Sonne fast verbannt, Teilweise mir schweren Verletzungen. Ob von den Vögeln oder einem Kampf verursacht, war nicht mehr zu erkennen. Rechts lag ein alter Mann, sehr große Fleischstücke waren aus seinem Körper gerissen worden, das Gesicht gar nicht mehr zu erkennen, nur, das er einen langen grauen Bart gehabt hatte. An einigen Stellen seines Körpers, konnte man schon die Knochen erblicken. Links lag eine Frau, auch sie war schon sehr angeknabbert. Ein Arm war fast vollständig abgetrennt, um sie herum war eine dunkle Fläche, scheinbar Blut das schon eingetrocknet war. Besonders im Gesicht, das noch nicht so entstellt worden war von den Aasgeiern, konnte man das verbrannte der Sonne erkennen, wo diese einen großen Schaden angerichtet hatte. Ihre Kleidung war stark zerfetzt.

In der Mitte aber, lag ein Knabe, vielleicht 12 oder 13 Jahre alt. Zahlreiche Verletzungen zierten seinen kleinen Körper. Ich war erschüttert. Tränen standen in meinen Augen und ich rutschte langsam von Brontos Rücken und ging auf die Ärmsten zu. Ich sagte zu meinen Begleitern, dass sie sich bitte daran machen sollten, drei Gruben auszuheben, damit wir die Ärmsten begraben konnten. Um sie herum, lagen einige Sachen, darunter auch Taschen und Gebrauchsgegenstände. Ich bückte mich gerade um eine der Taschen aufzuheben, die neben dem Kopf des Knaben lag. Als ich sie fast erreicht hatte, blies mir etwas ins Gesicht. Erschrocken blickte ich dem Knaben ins Gesicht. Dieser hatte die Augen aufgerissen und schaute mich mit schmerzverzerrtem Blick an. Ich schrie wie am Spieß und sprang zurück. So sehr hatte ich mich erschrocken. All meine Gefährten  kamen nun zu mir auch die, die zurück geblieben waren. Nur wenige waren bei den EH geblieben. Der Stallmeister riss mich in seinen Arm und schüttelte mich, da ich einfach nicht aufhören konnte zu schreien. Als nichts half, schlug er mir ins Gesicht. Erst da, kam ich wieder zur Besinnung. Alle schauten mich verstört an und fragten was geschehen sei. Aber ich konnte nicht Sprechen und so zeigte ich nur auf den Knaben, meine Hand zitterte so sehr, das ich dachte dass ich überall hinzeigen würde, nur nicht auf den Knaben. Zwei liefen sogleich auf den Knaben zu und auch sie stießen verwunderte Rufe aus, dass er noch Leben in ihm sei. So schnell als es ihnen möglich war, schnitten sie ihn los und zogen ihn in den Schatten eines Felsens der in der Nähe stand. Geschäftiges Treiben begann. Man holte Wasser und zündete ein Feuer an, denn eine Kräftige Brühe musste nun her. Dazu erlegte man 2 der Aasgeier die gerade neu angekommen waren. Sehr schnell begann die Suppe zu brodeln, vorsichtig flößte man den Knaben etwas Suppe ein, seine Wunden, waren schon zuvor versorgt worden. Einige der Wunden waren sehr tief, diese waren aber zum Glück nur an den Beinen und einem Arm. Im Gesicht hatte er Hauptsächlich Brandwunden von der Sonne und einige Schnittverletzungen. Kühlende Bandagen legten sie auf seine Wunden, um ihm ein wenig Linderung zu schaffen. Denn er schien zu glühen, kein Wunder nach der langen Zeit in der Sonne.

Immer noch hatte ich mich nicht richtig beruhigt und mein Stallmeister führte mich weg von dem Grauen. Ich schluchzte und er nahm mich fest in den Arm. Ich lehnte mich an ihn. Seine Nähe half mir, mich langsam wieder zu beruhigen. Einer meiner Gefährten brachte mir eine Tasse vom Mammutschnaps. Aber meine Hand zitterte so sehr, das Stallmeister mich mit dem scharfen Gebräu versorgen musste, ich hätte wohl mehr verschüttet, als das ich trinken konnte. Nach zwei, drei Schlucken, breitete sich seine wohlige Wärme in mir aus und die Gegenwart vom Stallmeister tat sein übriges. Es dauerte eine Weile, aber dann ging es mir besser. Ich bedankte mich und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Dabei lächelte er mich an und half mir beim aufstehen. Noch leicht schwankend, gingen wir zu dem Knaben zurück. Er schien zu schlafen. Ich wechselte die kühlenden Kompressen. Dabei wurde er wach. Er schrak zusammen und begann zu schreien wie am Spieß. Dabei fuchtelte er mit den Armen, als wolle er etwas verscheuchen. Ich nahm ihn sanft in den Arm und redete beruhigend auf ihn ein. Ganz langsam, als wache er aus einem bösen Alptraum auf, kam er zu sich. Ich lächelte ihn an und wischte vorsichtig seine Tränen aus den Augen, die sich gebildet hatten. Sein Blick wurde klarer und er fragte, wo er sei. Ich sagte es ihm, vermied aber zu sagen was mit seinen Eltern? geschehen war. Ich fragte, wie es ihm ginge und er antwortete schon wieder recht gut. Nur das er so unsäglichen Durst habe und seine Beine schmerzen würden. Ich gab ihm noch etwas Brühe zu trinken, aber nicht zu viel. Denn sein Körper musste sich erst langsam wieder an Flüssigkeit gewöhnen. Wir beschlossen über Nacht zu bleiben. In der zwischen Zeit hatten die anderen 2 Gruben ausgehoben und die Leichen beerdigt. Die Sachen drumherum waren auch aufgesammelt und man versuchte daran heraus zu bekommen, wer sie gewesen seien.

Am nächsten Morgen, ging es dem Knaben schon viel besser. Ich hatte an seinem Lager gewacht und ihm immer wieder einige Schlucke zu trinken gegeben. Viel klarer waren seine Augen nun. Der Stallmeister kam und löste mich ab. Ich ging mich erstmal waschen, denn die Nacht war lang gewesen. Den dampfenden Kaffee nahm ich gerne von meinem Kameraden. Er belebte mich und meine Sinne wieder. Ich bat ihn, so langsam zusammen zu packen, damit wir weiter ziehen konnten. Denn es war nicht mehr weit zu Archimedes.

Da der Knabe noch nicht alleine reiten konnte, hatten einige Leutz eine Bahre gebaut, die zwischen zwei Kampfmammuts befestigt wurden. Knabe? Mir fiel gerade auf, dass ich nicht mal seinen Namen wusste. Als wir ihn weich gebettet hatten, brachen wir auf. Nach nur einer Stunde sahen wir vor uns die Höhlen von Archimedes. Wie ein Bollwerk das uneinnehmbar schien, sah es aus, denn die meisten seiner Höhlen, lagen Eng beieinander. Donnerhafen war unser Ziel. Dort wurden die KM hergestellt. Ich freute mich schon auf die niedlichen Elefanten, denn diese waren immer so schmuserig. Als wir auf den Vorplatz der Höhle kamen, wurden wir schon erwartet. Wir waren ja mit unseren Massen an Einheiten nicht gerade leise. Archimedes begrüßte uns und bat uns, unsere KM und anderen Einheiten ein wenig abseits zu lagern, denn seine KM seien sehr wählerisch, mit ihren Nachbarn. Ich schickte somit, den Stallmeister aus, einen geeigneten Lagerplatz zu suchen, nach kurzer Zeit kam er zurück und nahm alle mit. Bis auf die beiden KM mit der Trage. Ich fragte Archimedes, ob er ein bequemes Lager für den Verletzten hatte. Schnell verschwand er in seiner Höhle und schickte dann 2 Bedienstete heraus, uns zu holen. In der Höhle angekommen, war rechts hinter einem Vorsprung, ein weiches Lager aus viel Stroh und Heu bereitet worden. Hier nun betteten wir den Knaben, der vor Schmerzen aufstöhnte. Aber uns dankbar anlächelte.

 Es duftete herrlich in der Höhle. Nach den jung Elefanten, frisches Heu und nach einer leckeren Speise. Sogleich fing mein Magen an zu knurren. Verschämt blickte ich auf und sah in Archimedes grinsendes Gesicht. Er lud mich und meine Begleiter zum Essen ein, was mich sehr freute. Einer der Bediensteten holte sie. Ich aber nahm einen der gefüllten Teller und bemühte mich, den Knaben zu füttern. Er hatte großen Hunger und aß fast den ganzen Teller leer. Erschöpft schloss er die Augen und schlief ein. Das beste was er machen konnte. Nun setzte ich mich zu den anderen und wurde gefragt, was denn geschehen sei, das er so verletz war. Ich berichtete, wie wir ihn vorgefunden hatten. Archimedes wurde blass.  Erschüttert, schüttelte er mit dem Kopf.  Sogleich entsandte er Späher und Spurensucher nach der Fundstelle. Vielleicht konnten diese etwas herausfinden und die Übeltäter finden. Zufrieden Nickte ich ihm zu. Leider konnte er mir auch nicht sagen, wer der Knabe war. So mussten wir warten, bis er wach wurde.

In der zwischen Zeit wollten wir uns die Höhlen ansehen. Diese hier war nur Spärlich besetzt, da sie als Wohnhöhle diente. Nur wenige Elefanten hier, da die Hauptproduktion in Silberflecken und Witwenfriedhof stattfanden. Ich hatte mich auch schon gewundert. Denn fast in der gesamten Höhle waren nur 3fach Etagenbetten aufgestellt. Und in der Mitte, das Feuer und drum herum in Halbkreisen, viele Tische und Bänke. Da die Höhlen nicht so weit auseinander lagen, bot es sich idealer weise an, hier immer zusammen zu Essen. So machten wir uns auf, um eine weitere Höhle zu besuchen. In Witwenfriedhof fanden wir nun die Großproduktion. In riesigen Koppeln standen und weideten Elefanten so weit das Auge reichte. Solche Kolosse hatte ich noch nie erblickt. Sie waren viel größer und stärker bemuskelt als alle anderen Elis, die ich bis jetzt gesehen hatte. Dementsprechend waren die KM natürlich einfach nur Gigantisch. Mächte Tiere, wohinter sich die unseren fast verstecken konnten. Ich fragte Archimedes, wie es kam, dass diese so prächtig seien. Er erklärte mir, dass es mit dem Futter der Tiere zusammen hing. Da seine Alchimisten immer weiter rum experimentierten, hatten sie ein Mittel gefunden, das die Pflanzen stärke, durch Zufall hatten einige der Elis, diese gefressen und so entstand eine neue Rasse von Elefanten. Alle Weiden wurden dann mit dem Mittel besprüht und so konnten sich alle EH daran laben. Ich gratulierte ihm, zu seinen guten Alchimisten.

Als nächstes schauten wir bei Amselweide vorbei. Hier wurden Holzwürmer und aus denen, Garstige Schwefelwürmer gebaut. Wieder sahen wir eine komplett andere Herstellung und Haltung der EH. Denn hier gab es keine großen Wälder, woran sich die Holzwürmer laben konnten. Hier gab es massive Berge von Schnittholz. Mal dünne Bretter, mal dickere und dann auch wieder ganze Holzstämme. In jedem der verschiedenen Bereiche, wurden andere Holzwürmer gehalten. Bei den Dünnen Brettern, fand man  nur sehr kleine und scheinbar junge Würmer. Bei den dickeren Brettern größere Würmer, die sich scheinbar mit wahrer Wonne durch das Holz arbeiten. Auf der einen Seite des Holzberges, konnte man die Reste sehen, die nach einem Festschmaus übrig blieb. Viel war es nicht, nur wenige Flöckchen des Holzes und natürlich der Ausschuss, den die Würmer verschmähten. Mit diesen Resten, wurden die Wälder Drumherum „gefüttert“. Es diente als natürlicher Kompost. So war sichergestellt, dass die Bäume gut wachsen konnten und immer Nachschub für die Würmer vorhanden war. In die Höhle selber ging ich aber nicht. Denn dort wurden die Holzwürmer in Schwefelwürmer umgewandelt. Das wollte ich mir nicht noch mal antun.

Kurz bevor es ganz dunkel geworden war, kamen wir zur Höhle zurück, wo wir unsere Einheiten gelassen hatten. Wir wollten diese Nacht hier verbringen und erst am nächsten Tag weiter ziehen. Archimedes hatte uns ein Nachtlager in seiner Höhle angeboten. Seine Leute wollten sich um die Bewachung unserer EH kümmern, so dass wir alle schlafen konnten. Dankend nahmen wir an.

Beim Frühstück, berieten wir wieder und kamen überein, das wir uns mal wieder auf die Heimreise machen wollten, denn schließlich konnten die Höhlen ja nicht so lange alleine bleiben, obwohl sie gut versorgt waren. Aber alle wollten ihre Familien wieder sehen. Dem Knaben ging es viel besser, nur laufen konnte er noch nicht. Ich fragte ihn, ob er bei Archimedes bleiben wollte, bis er wieder gesund sei oder lieber mit uns kommt und sich bei mir erholt. Er entschied sich, mit uns zu kommen. Hatte uns wohl ins Herz geschlossen. 

 

Die Heimreise  

So packten wir nach dem Frühstück alles zusammen. Ich fragte Archimedes aber noch, ob ich einige seiner KM und Schwefler erwerben könnte. Nach einigem hin und her, hatten wir uns über den Preis geeinigt. Frohen Mutes machten wir uns mit unseren neuen EH auf den langen Heimweg. Wir planten ca. 3 Tage ein. Denn viele Gebirge und Täler würden unseren Weg nicht einfacher machen.

Bronto trabte übermütig wie ein junges Fohlen und vollführte hin und wieder regelrechte Bocksprünge. Immer wieder musste ich mich am Sattel fest halten, damit ich nicht runter rutschte. Meine Gedanken wanderten aber immer wieder zu dem Knaben. Noch immer wusste ich nicht wer er war und wer das Verbrechen mit ihm und den beiden anderen begangen hatte. Plötzlich meinte Bronto einen Baumstamm überspringen zu müssen, der für seine Masse einfach viel zu dick und hoch war. Es kam, wie es kommen musste, er blieb mit den Vorderläufen hängen und machte einen Riesen Satz darüber, wobei ich im hohen Bogen über Bronto flog und sicher übel aufgekommen wäre, wenn nicht Schnecki den Sturz beobachtet hätte, sie war nie von meiner Seite gewichen. So schnell es ihr möglich war, kam sie heran. Wie durch ein Wunder erwischte sie mich und ich konnte mich an ihrem langen Hals festhalten. So wurde mein Sturz stark abgebremst. Mit zittrigen Knien rutschte ich von ihrem Hals und versuchte mich aufzustellen. Einige meiner Kameraden kamen auf uns zu. Sie umringten Schnecki und mich. Der Stallmeister nahm mich in den Arm und führte mich zu einem Felsen der Nah bei uns lag.  Kreidebleich musste ich wohl sein. Nach einigen Momenten hatte ich mich aber wieder beruhigt. Siedend heiß, viel mir Bronto ein. Was er sich wohl getan hatte, ich sprang auf und wollte zu Bronto laufen. Aber der Stallmeister hielt mich fest. „Ich muss nach Bronto sehen“, schrie ich fast. Ich riss mich los und lief auf Bronto zu. Er lag auf der Seite und einige Leutz hatten sich auf ihn gestützt  damit er nicht aufstehen konnte. Ich ging zu seinem Kopf und sprach beruhigend auf ihn ein. Dankbar leckte er mir über die Hand. Ich schaute fragend zum Stallmeister und er machte ein sorgenvolles Gesicht. So ging ich zu ihm. Er erklärte mir, das Bronto sich beide Vorderläufe stark verletzt habe. Zwar nicht gebrochen, aber doch sehr schmerzhaft beim laufen. Na da war ich ja erleichtert. Wir bemühten uns, seine Verletzungen zu verbinden. Dann durfte er wieder aufstehen.

Leicht wankend kam er hoch. Und man merkte, das das auftreten ihm nicht sehr angenehm war. Tja, so konnten wir nicht weiter ziehen. Wir beratschlagten und kamen über ein, das der Großteil die Heimreise alleine fortsetzen sollten. Einige wenige würden dann mit Bronto nachkommen. Ich würde auf jedenfall bei ihm bleiben. Denn er fühlte sich in meiner Nähe sehr wohl. So zogen die anderen ab. Wir aber gingen nur einige Meter weiter, damit wir auf die Lichtung des Waldes kamen, in dem wir uns noch befanden. In der Nähe der Lichtung war ein See. Dort wollten wir bis zum nächsten Tag bleiben, so konnte sich Bronto ein wenig erholen und ich würde seine Beine in dem kühlen Nass des Sees erfrischen. Schnecki und der Knabe waren auch bei uns geblieben.

Auf der Lichtung schlugen wir ein kleines Lager auf, machten Feuer und ich zog mit Bronto zum See. Dort brauchte ich einiges an gute Worte ihn ins Wasser zu bekommen. Aber irgendwann hatte ich ihn so weit und endlich konnte das kühle Nass, seine Verletzungen etwas abschwellen lassen und die Schmerzen lindern. Als er fühlte, dass es ihm besser ging, entspannte er sich zusehend. Ich badete nun ausgiebig. Dazu hatte ich mich ein wenig entkleidet und hatte nur noch mein Hemd an. Ich genoss es im Wasser zu planschen, es war angenehm kühl nach dem laufen in der heißen Sonne. Schnecki war uns auch gefolgt und ins Wasser gekommen. Plötzlich wurden mir die Beine weg gezogen und ich schrie erschrocken auf. Tauchte unter, kam prustend wieder an die Wasseroberfläche. Als ich mich umdrehte, blickte ich in das grinsende Gesicht des Stallmeisters. Erst sauer, dann erfreut schaute ich ihn an und spritze ihm eine Riesen Ladung Wasser ins Gesicht. Wie Teenager tobten wir herum, bis wir uns erschöpft ans Ufer schleppten. Auf einem Grasstreifen legten wir uns nebeneinander. Ich schloss die Augen. Genoss die warme Sonne die meine Haut zu trocknen begann. Als ich eine sanfte Berührung spürte, zuckte ich leicht zusammen. Aber genoss sie. Dann spürte ich, wie etwas auf mich tropfte, Sekunden später berührten sanfte Lippen mich. Glitten über meine Wange, zu meinen Augen, Nase, bis sie meine Lippen gefunden hatten. Ich erwiderte den Kuss und die sanften Hände die mich zu streicheln begangen genoss ich sehr. Hanschi war in weiter Ferne gerückt und ich gab mich meinen Gefühlen hin. Dennoch, irgendwie verglich ich die beiden. Der Stallmeister, war zärtlich, fordernd, er zeigte mir, was er mochte. So war Hanschi leider nicht. Immer war er zurückhaltend, ging nicht aus sich heraus, als erwarte er von mir dass ich die initiative ergreifen sollte. Aber so bin ich nun mal nicht.

Nach einiger Zeit, lösten wir uns von einander und gingen zu den anderen zurück. Schnecki und Bronto folgten uns. Im Lager war Emsiges treiben, denn das Essen wurde bereitet und der Knabe sah mich an. Dann winkte er mich zu sich. „Sagt mal, wollt ihr eigentlich gar nicht wissen, wer ich bin und woher ich komme?“ Ertappt schaute ich ihn an. „Ich muss gestehen, ich hab mich nie getraut danach zu fragen. Denn du hast einiges übles erlebt und ich wollte nicht, dass du so schnell daran erinnert wirst. Auch wusste ich nie, wie ich anfangen sollte nach solch einem Schrecken, den du mit machen musstest, ebenso wie der Verlust deiner Eltern?“ Nun senkte der Knabe seinen Blick, Tränen schillerten in seinen Augen. Ich setze mich zu ihm, nahm ihn in den Arm. Sein kleiner geschundener Körper bebte nur so. Ganz still  saß ich da. Es dauerte lange, bis er sich beruhigt hatte. Ich reichte ihm ein Tuch, damit er sich das Gesicht abwischen konnte und auch die Nase putzen. Sichtlich, ging es ihm besser. Zu lange schon war er damit alleine gewesen.

„Na, “ fragte ich „geht’s wieder?“ Er nickte nur. Dann begann er zu erzählen, sein Blick ging dabei ins Leere. Er hatte viele Jahre mit seiner Familie in der Höhle Hundeinsel gelebt. Durch Auflösung des Stammes, waren sie lange Zeit Stammlos. Immer wieder wurden sie angegriffen und ausgeraubt. So hatten sich seine Eltern entschieden Ihre Höhle aufzugeben und in eine andere Gegend des Tales umzuziehen. Alles war schon vorbereitet. Schneckenflecken sollte ihre neue Heimat werden. Zwei Tage, bevor wir sie gefunden hatten, wurden sie von umherziehenden Plünderern überfallen, bis aufs Hemd ausgeraubt und dann zum Sterben dort, wo wir sind fanden, angepflockt. Einzelheiten wollte er nicht erzählen, was ich gut verstehen konnte. Vielleicht würde er später einmal darüber Reden, aber noch war alles viel zu frisch, zu schmerzvoll.

Schneckenflecken? Dumpf erinnerte ich mich, dass es in meiner Gegend solch eine Höhle gab. Diese war nun aber einer Einöde. Vielleicht durch den tot der Eltern des Jungen? Ich fragte ihn nun, nach seinem Namen. „Ich heiße Chrismaniak, aber meine Eltern riefen mich nur Chris.“  Traurig, ging sein Blick wieder in die Ferne. Schnecki war heran gekommen, auch sie spürte die Trauer in Chris. Tröstend schmiegte sie ihren Kopf an die Schulter von Chris. Dieser kraulte Gedankenverloren ihr Köpfchen. Ich ließ die beiden alleine. Ging zum Feuer und nahm mir einen Kaffee. Der Stallmeister gesellte sich zu mir. Ich berichtete, was ich von Chris erfahren hatte. „Ja, die Stammlosen sind wirklich Freiwild geworden. Durch die neuen Regelungen, sind sie Ihres Lebens und Eigentums nicht mehr sicher. Jeder der etwas braucht, kann es sich sehr leicht von ihnen aneignen, ohne dafür bestraft zu werden. Schlimme Zeiten sind angebrochen.“

Am nächsten Morgen, bandagierte ich noch mal die Beine meines Brontos. Die Verletzungen sahen schon viel besser aus, auch trat er wesentlich besser auf, als gestern. Aber ich wollte ihn nicht belasten, so zog ich ein anderes Reittier vor. Bronto gefiel es gar nicht, aber er musste es akzeptieren. Chris war heute Morgen schon wesentlich fröhlicher. Er Lachte auch, als er sah, wie Schnecki und Bronto sich stritten, wer an meiner Seite laufen durfte, obwohl ja eigentlich zwei Seiten vorhanden waren. Schneller als wir erhofft hatten, kamen wir voran. Das kühlende  Nass hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Ohne weitere Unterbrechungen erreichten wir nur einen halben Tag nach den anderen Rindenmarkt.  Schnell übergaben wir unsere EH an die anderen, denn wir wollten nur Duschen und ab ins Bett. Chris nahm ich mit in meine Höhle. Dort war genug Platz, denn auch ein Gästezimmer war vorhanden. Ich half ihm beim Duschen und brachte ihn dann in seine Kammer. Schnell legte ich noch neue Verbände mit Salbe an, schon dabei war er eingeschlafen. Ich deckte ihn zu, gab ihm einen Kuss auf die Stirn  und ging in mein Bett. Sogleich fielen auch mir die Augen zu und ich schlief Traumlos bis zum nächstem Morgen.

Ich wurde erst durch den Duft von starkem, heißem Kaffee wieder wach. An meinem Bett stand Hanschi, breit Grinsend mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Er reichte sie mir und ich trank vorsichtig einen Schluck des heißen Gebräus. Wieder wollte er von mir wissen, was wir auf unserer Reise erlebt hatten. Gerne erzählte ich es ihm. Auch wie wir Chris gefunden hatten. Als ich ihm berichtete, was man mit ihm und seinen Eltern gemachte hatte, verhärtete sich seine Miene. Bronto habe er sich schon angeschaut und denke, das nichts zurück bleiben würde, berichtete er mir. Nach dem ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte, wollte ich mich ins Bad begeben, Hanschi aber, wollte mich in den Arm nehmen, sanft entwand ich mich ihm, auch seinem Kuss wich ich aus. Leicht verstört Blickte er mir nach, als ich im Bad verschwunden war. Frisch gemacht und angezogen kam ich wieder heraus. Hanschi war nicht mehr da.

Ich ging nun hinaus um mir noch einen Kaffee zu holen und etwas zum Frühstück für Chris zu besorgen. Mir war der Appetit vergangen. Mit gefüllter Tasse und einem feinem Frühstück ging ich zu Chris. Wach war er schon und strahlte mich an. Ich schaute erfreut zu, wie er in Windeseile seinen Teller leer gefuttert hatte. „Hast du dir schon überlegt, was du machen wirst, wenn du wieder gesund bist?“ Fragte ich ihn. Er schüttelte nur den Kopf. „Wenn du magst, kannst du gerne bei mir bleiben, Platz hab ich genug und ich würde mich sehr über deine Gesellschaft freuen.“ Ein Strahlen, heller als die Sonne ging nun über sein Gesicht. „Ich danke dir, ich wüsste auch nicht, wo ich hin sollte. Außer meine Eltern hatte ich niemanden, nie waren wir lang genug an einen Ort geblieben, an dem ich Freundschaften aufbauen konnte.“