Einsamkeit …. Erfüllung eines Traumes?

 

Dunkelheit, Sternenhimmel, das Rauschen der Brandung und der Blätter im Wind ist alles was zu hören ist. Leises kreischen der Möwen klingt zu mir herüber … Aber da sind noch mehr Geräusche, die ich nicht so recht zu ordnen kann … aber es scheint mir ,als seien es Seehunde, die sich auf einer Sandbank vor der Insel niedergelassen haben ….

INSEL ?

Wo bin ich? Wie komme ich hier her? Ich weis es nicht … aber es scheint mir, als wenn ich auf einer Insel bin, Palmen um mich herum, ich sitze im Sand, das Wasser, das an den Strand gespült wird, die Salzige Luft …. Und das leichte Lüftchen das mich umweht … seltsam … was mache ich hier?  Schwer nur bekomme ich einen klaren Kopf, denn er schmerzt sehr. Müde bin ich und mag mich kaum regen. Dennoch lässt es mir keine Ruhe wo ich hier bin und wie ich hier her komme.

Langsam stehe ich auf, au man, hab n Kopf, als wenn ich die ganze Nacht durch gesoffen hätte. Muss mich an einer Palme festhalten, weil Schwindel mich überkommt… So nach und nach, klärt sich ein wenig mein Kopf. Und ich kann ein wenig Nachdenken. Ich wollt Urlaub machen, hatte lange für die Fahrt mit dem Segelschiff gespart. Wollt endlich mal ein wenig Zeit mit einem sehr, sehr gutem Freund verbringen, nicht nur immer wieder über die Technik, die uns im normalen Leben umgibt. Wir hatten uns sehr auf diese gemeinsame Zeit gefreut und waren froh, das es endlich mal geklappt hatte und er sich loseisen konnte…wenn auch nicht so lang, wie wir es uns wünschten, aber wenigstens diese, gemeinsame Zeit wollten wir zusammen verbringen um uns endlich näher, besser kennen zu lernen.

2 Tage ging alles gut, und wir hatten endlich Zeit zum reden, und kennen lernen und intensiver zu beschnuppern. Und auch mal nachts zusammen zu sein, es war zwar eng auf dem Schiff, aber dennoch sehr schön. Kuschelig und gemütlich.

Wir waren alleine mit dem Kapitän des Schiffes. Und konnten tun und lassen was wir wollten. Aber gestern Abend, kam Sturm auf und wir halfen dem Kapitän, das Segelboot, Sturmklar zu machen. Dann begaben wir uns, vollkommen durchnässt, in die Kajüte des Boots und zogen uns um, tranken nen heißen starken Tee. Das Boot wurde stark über die Wellen bewegt, es schlingerte und wir mussten uns festhalten um nicht durch die Gegend zu poltern. Ich schlug mit dem Kopf an die Bordwand, und muss wohl das Bewusstsein verloren haben. Denn ich wurde ja hier am Stand erst wieder wach.

Nun schwirrte mir durch den Kopf… wo sind die anderen… der Kapitän … und vor allem… wo mein Liebster?

Schwindel erfasste mich und ich musste mich wieder setzen… mir wurde sehr schlecht, und ein bunter Kreisel bildete sich vor meinen Augen. Ich musste mich erst ausruhen und legte mich wieder in den Sand, schloss die Augen und schlief bald ein.

Ich wurde erst wieder wach, als die Sonne schon hoch am Himmel stand und mich durch das Blattwerk der Palme leichte blendete. Wieder musste ich mich erst orientieren, wo ich war. Und dann fiel mir alles wieder ein und ich stand auf, wieder mit leichtem Schwindel, der sich aber nach und nach legte, so das ich auch wieder klarer sehen konnte. Das Meer war nicht mehr so  wild, wie in der Nacht, nur leichte Wellen kamen am Strand an. Nun konnte ich auch die Sandbank sehen, mit den Seehunden.

Ich schaute mich nun um, sah aber nur Palmen, viel Sand und eine Menge angeschwemmtes Holz. Es sah aus, als wenn es von einem Schiff gewesen sei. Langsam ging ich nun den Strand entlang und rief immer wieder deinen Namen, aber ich bekam keine Antwort. Mein Magen meldete sich auch und ich hatte brennenden Durst. Ich musste mich erstmal um mich kümmern und etwas zu trinken finden, dazu musste ich weiter ins innere der Insel vordringen und machte mich gleich auf den Weg. Unterwegs fand ich ein Paar Kokosnüsse, die ich mit einem Stein bearbeite, so dass ich etwas zu Trinken bekam und auch etwas zu Essen, so konnte ich beides auf einmal lindern.

Frisch gestärkt, mache ich mich nun dran, weiter den Strand abzusuchen, vielleicht hatte ich ja Glück und fand etwas Brauchbares… oder IHN…

Herzschmerz machte sich breit, als ich an IHN dachte… wo war er nun… wie ging es ihm… all diese Fragen beschäftigten mich auf meiner Wanderung.

Langsam sank die Sonne dem Horizont entgegen und ich beschloss mir erstmal n Nachlager zu suchen. In der Nähe der Felsen war eine Nische, in diese baute ich mir einen Schlafplatz aus Palmenblättern.

Nun trug ich weiteres trockenes Laub zusammen und einiges an Holz das ich fand und versuchte ein Feuer zu machen. Ich brauchte sehr lange, bis ich endlich ein Feuer entfachen konnte, das immer wieder zu erlischen drohte, aber ich bekam es in den Griff und bald flackerte ein lustiges kleines Feuer vor meiner Höhle.

Es hätte alles so schön sein können, denn immer schon wünschte ich mir, dass ich mal auf einer einsamen Insel sei… Aber nicht alleine… sondern mit meinem Liebsten vereint. Zusammen am Lagerfeuer sitzen, Würschtel grillen und sich aneinander schmiegen und sich einfach nur wohl fühlen… Einsamkeit überkam mich, ich schloss die Augen und fragte mich, zum weis nicht wievieltem male, was dir zugestoßen war… wo du bist… wie es dir geht… *seufz*

Mir fielen die Augen zu. In meinem Traum warst du bei mir, an meiner Seite und hieltest mich fest. Aneinander gekuschelt, saßen wir am Feuer und unterhielten uns. Plötzlich wurde ich wach… nur…   was hatte mich geweckt? Ich lauschte …... aber nichts, außer das Rauschen der Wellen war zu vernehmen. Oder doch? Da war noch ein anderes Geräusch… konnte es nicht richtig deuten, es klang wie Rufen, aber wer sollte hier rufen? War ich nicht alleine? Aber nein, da rief wirklich jemand, ich stand auf und versuchte die Richtung auszumachen, aus der es kam.

Langsam ging ich dann los, nach und nach wurden die Rufe lauter und ich rief nun auch. Denn ich wollte wissen wer noch auf dieser Insel war.

Immer näher kamen die Rufe und ich ging ihnen weiter entgegen, aber nur so weit, dass ich nicht zu weit von meiner Höhle und dem Feuer wech war. Ich ließ diese Person nun zu mir kommen, es schien mir so, als wenn sie sich durch das Feuer Näherte… langsam bekam ich Angst, wer weis, wer da kam und ich versteckte mich hinter einem Felsen. Rufe waren nun keine mehr zu hören, aber Schritte im knirschenden Sand waren nun zu vernehmen. Eine dunkle Gestalt war auch zu erkennen, die immer näher kam. Sie richtete sich wirklich, nach meinem Feuer. Schwerer Atem war zu vernehmen, diese Person schien sehr schnell gegangen zu sein. Wer war es nur?

Nun war er fast am Feuer angekommen und er schaute sich um.

Irgendwie… kam mir die Gestalt bekannt vor… ich schlich etwas näher ans Feuer … dann erkannte ich ihn... DU warst es … eine heiserer Ruf entglitt meiner Kehle… und ich lief auf dich zu. Schnell hattest dich umgedreht und kamst mir entgegen. Erleichtert nahmen wir uns in die Arme… Endlich hatten wir uns wieder gefunden, mein Herz schlug wie verrückt als wollt es zerspringen… unendlich glücklich war ich. Einen sehr innigen Kuss gaben wir uns und ließen uns dann am Feuer nieder.

Du erzähltest mir, das das Boot gekentert war und du dich nur noch mit letzter Kraft auf diese Insel retten konntest. Was mit unserem Kapitän passiert war, wusstest du auch nicht… Nachdem du dich erholt hattest von dem nassem Abenteuer, hattest du dich auch die Suche nach uns beiden gemacht, warst den halben Tag über die Insel gelaufen, bis du in der Dunkelheit, mein Feuer entdeckt hattest.

Stille umgab uns nun, nur das Rauschen der Wellen war noch zu vernehmen. Aneinander geschmiegt saßen wir am Feuer und ließen unsere Gedanken schweifen. Langsam fielen mir nun die Augen zu. Wir begaben uns zu meinem, nun unserem Nachtlager, legten uns eng aneinander geschmiegt nieder und schliefen bald ein.

Früh am Morgen wachten wir auf, Hunger und Durst quälten uns und wir suchten Kokosnüsse um uns daran gütlich zu tun. Als der erste Durst und Hunger gestillt, war überlegten wir, was wir tun sollten. Zu erst mussten wir uns mal mehr auf der Insel umsehen, vielleicht war sie ja doch nicht unbewohnt. Eventuell fanden wir auch Wasser und andere essbare Dinge. Denn immer nur Kokosnüsse,  waren ja auf die Dauer auch nicht zu ertragen. Aber so lange wir auch über die Insel liefen, wir waren alleine. Fische schien es reichlich zu geben, auch andere Früchte fanden wir und auch eine Quelle mit frischem, gut schmeckendem Wasser.

Sehr groß war die Insel nicht, niergens um uns herum, gab es anderes Land, außer der kleinen Sandbank, auf denen immer noch die Seehunde waren. Kein Segel und kein anderes Schiff waren zu sehen.

Das einzige was wir entdeckten, waren einige Bruchstücke vom Schiff und  Kisten waren angeschwemmt worden. Wir machten uns daran, nach zu sehen, was uns das Meer gebracht hatte. Viel war es zwar nicht, aber wer weis…

In der ersten Truhe fanden wir, ein wenig Werkzeug, mit dem wir vielleicht noch etwas anfangen konnten. Ein Jutesack, beinhaltete eine Decke und einen Schlafsack, damit konnten  wir schon eher etwas anfange. Und hängen beide Sachen erst mal zu trocknen auf, da es triefte.

Ein leerer Kanister trieb auf dem Wasser, wir fingen ihn ein, als Wasserkanister konnten wir ihn benutzen. Aus einigen Schnüren, machtest du, so etwas wie eine Angelschnur, und versuchtest dein Glück,  mit Fischfang. Ich suchte derweil einige Früchte und Kokosnüsse damit wir was zu essen hatten. Das Glück war dir hold, und du fingst einen Fisch, den ich noch nie gesehen hatte. Diesen garten wir über dem Feuer, das wir immer am brennen halten wollten, da wir ja kein Feuerzeug oder ähnliches hatte. Holz gab es ja genug.

So schleppten wir, nach unserem Mahl, einiges  Holz, zu unserem Lager, damit wir nicht immer erst welches suchen mussten.

Am späten Nachmittag, legten wir uns in den weichen Sand und redeten, was wir nun unternehmen sollten. Viel war es nicht, was mir machen konnten, nur abwarten und nach Schiffen Ausschau halten, damit wir uns bemerkbar machen konnten. Da wir nicht wussten wie lange wir hier bleiben müssen, beschlossen wir, uns eine Art Hütte zu Bauen, damit wir, wenn das Wetter mal schlechter werden würde, auch noch mehr Schutz hatten.

Unsere fertige Hütte war zwar etwas Windschief, aber sollte uns Schutz bieten. Und wir richteten sie uns ein, damit wir es zur Nacht bequem hatten, mit der Decke und dem nun auch trockenem Schlafsack. Einige von den Früchten und Kokosnüssen, legten wir auch hinein. Einen vollen Kanister Wasser holten wir auch.

Seltsam… ich hatte schon immer davon geträumt, auf einer einsamen Insel zu sein … und nun war dieser Traum in Erfüllung gegangen und das Schönste daran war, das Du und ich nun endlich zusammen waren, und viel Zeit für einander hatten, den viel gab es ja nicht zu tun. Hin und wieder unseren Holz Bestand auffüllen und Früchte und Fische besorgen.

Es war zwar nicht so ganz, wie in meinen Träumen, da ich immer viele Tiere um mich haben wollte, aber ich war sehr zu frieden und fühlte mich sehr, sehr wohl… mit dir an meiner Seite J

Den lieben langen Tag wanderten wir den Stand auf und ab, unterhielten uns und schauten ob wir ein Schiff sehen konnten. Wir kamen uns in dieser Zeit sehr nahe und es gab, wunderschöne Stunden, die wir mit einander verbrachten, uns vergnügten und in den Tag hinein lebten.

Ohne Zank und Streit, endlich mal regelrecht ausspannen und sich erholen, ohne Stress und Termine.

So verging Tag für Tag, ohne das wir ein Schiff sahen. Aber unsere innige Bindung zu einander, wurde immer schöne, harmonischer und angenehmer. Wir verstanden uns fast Blind, auch unsere Vorlieben, der Zuneigung und des Liebesspieles, wurden immer intensiver und schöner, wir konnten kaum die Finger von einander lassen.

So ausgeglichen und glücklich hab ich dich noch nie erlebt, es war eine Freude zu sehen, wie du regelrecht aufblühtest…

In den letzten Wochen, vor unserem ersten gemeinsamen Urlaub, ging es dir sehr schlecht. Konntest kaum schlafen, warst sehr oft, mies drauf, was ich immer wieder extrem spürte, aber ich durfte nie Nachfragen, warum das so ist. Immer wieder wenn ich Fragte, bekam ich zur Antwort, ich solle mit keinen Kopp machen.

Nur, ich bin ein Mensch mit Gefühlen und Empfindungen, und kein Stein. Alles was mit dir zusammen hängt, besonders, wenn es dir nicht gut geht, bereitet auch mir Kummer, denn ich hab dich verdammt lieb, so das ich mir große Sorgen um dich mache. Ich weis nicht genau, ob du das nicht sehen willst, oder es einfach verdrängst, aber ich kann diese Gefühle und Sorgen um dich nicht einfach abstellen. Sie sind da, und bereiten mir oft sehr unangenehme Stunden und Nächte, in denen ich auch nicht schlafen kann und immer wieder zu grübeln anfange, ob und wie ich dir helfen kann. Nur … wie soll ich dir helfen, wenn du es nicht zu lässt?

Ich weis es nicht. Aber nun waren erstmal alle Schwierigkeiten in den Hintergrund getreten und wir genossen unsere gemeinsame Zeit. OHNE deine Frau… oh Gott wie ich diese Frau verabscheue…

Früher, dachte ich, sie ist eine liebe und nette Frau. Aber seit sie weis, das wir uns näher stehen, ist sie unerträglich und beleidigt dich und versucht dich in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Schmeißt Gerüchte in den „Raum“ die dich in ein verdammt schlechtes Bild stellen…

DAS TUT MIR VERDAMMT WEH!!!

Und du sagst nur, ich soll mir keinen Kopp machen. Aber warum sie so „ausflippt“ sagst du mir nicht. Eine Freundin meinte zu mir… ich solle mir das ganze nicht so zu Herzen nehmen, wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du auch mit  mir darüber reden, was dich so bedrückt, und was zu Haus bei dir los ist… sie meint, das du mich nur warm halten willst…

Ich weis nicht mehr was ich denken soll… denn meine Gefühle sagen, dass ich dich verdammt liebe, und ohne dich nimmer sein möchte. Auch wenn uns im RL viele Kilometer trennen. Und man sich nicht mal eben, sehen kann. Ich weis nimmer, was ich denken soll.

Denn das hier und jetzt ist mir sehr wichtig, denn es ist einfach unbeschreiblich schön, und ich möchte es nicht missen. Denn es ist die Erfüllungen eines Traumes, den ich schon seid meiner Kindheit habe und das du nun bei mir bist, ist das schönste, was es auf der Welt geben kann….

Nur was, wird sein, wenn wir diese Insel wieder verlassen? …….

Darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken und