Eine mächtige Brandung wogte gegen die schroffen Felsen, der Küste von Cornwall, meterhohe weiße Gischtwellen ergossen sich über das graue Gestein.

Dieses Tosen und Brausen, verschlug einem den Atem. Kein Wort oder Laut war zu vernehmen… alles wurde verschlungen von dem tosen der Brandung. Orkanartige Windböen brausten über das Land und rissen alles mit sich, was nicht fest genug stand oder zu leicht war.

Auf einem Hügel über der tosenden See, stand eine Frau. Sie hatte lange braune Haare und war mit einem Wolligem, langem Mantel und langen Stiefeln bekleidet. Mit erstarrtet Miene schaute sie sich das Spiel der Wellen an und ließ Ihre Gedanken schweifen. Warum war sie wieder an diesen Ort zurückgekommen, an diesen Verfluch zu seienden Ort? Dieser Ort der Schmerzen, der Einsamkeit und der Trauer? Warum nur, zog es sie immer wieder hier her zurück? Was war es, was diesen magischen Bann auf sie ausübte und sie so lange Quälte, bis sie wieder hier war?

Waren es die schönen Erlebnisse, die sie hier haben durfte?

Waren es die wunderschönen Stunden die sie hier verbrachte?

Oder waren es der Schmerz und das Leid, das ihr hier widerfahren war?

Viele Fragen, auf die es nur eine Antwort gab. Es war ihre unerfüllte Liebe, die Liebe zu einem verheirateten Mann!!!    Diese ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Denn an diesem Ort, der Steilküste, diesem Hügel hatten sie sehr schöne gemeinsame Stunden verbracht. Hatten zu einander gefunden, sich geliebt und waren Stundenlang glücklich vereint.

All diese schönen Stunden waren nun Vergangenheit, würden wohl nie wieder kommen… Er war nicht mehr da, wohnte nicht mehr hier, ward gezwungen, weg zu ziehen mit seiner Familie. Nun verbrachte sie einsam hier ihre Zeit und dachte an vergangenes…

Wie hatten sich Chris und Lady Susan kennen gelernt? Eines Tages, stand Lady Susan auf diesem Hügel, sie war zu Besuch bei Ihrer Tante und ihrem Onkel. Da Ihre Eltern, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren und sie nun niemanden mehr außer den beiden hatte, wollte sie diese kennen lernen und war darum, zu einem längeren Besuch bei ihnen. Um sich auch in der Gegend umzusehen und sich mit ihr vertraut zu machen, war sie an diesem Nachmittag aufgebrochen und lief Ziellos umher. Das Rauschen der Brandung, zog sie Magisch an und bald stand sie hier, auf diesem Hügel und schaute aufs wild tobende Meer. Ihr hochgestecktes Haar, konnte dem Wind nicht standhalten und so hatte sich es gelöst und umflatterte nun ihren Kopf… wehte weit hinter sie… es war ein wunderschöner Anblick.

Chris kam, wie fast jeden Tag den Hügel hoch und erblickte sie, war Regelrecht gebannt, von dem Anblick der sich ihm bot. Langsam ging er näher, denn er wollte  sie kennen lernen. Plötzlich, mit ungeheurer wucht, traf eine starke Windböe die Frau und riss sie von den Füssen, wäre Chris nicht so schnell dazu gesprungen und hätte sie aufgefangen, wäre sie wohl den Hügel hinter gekugelt. So fing er sie auf, blickte in 2 wunderschöne grau-grüne Augen. Lady Susan, noch sehr erschrocken, sah nun ihrerseits in 2 wunderschöne Augen, mit undefinierbarer Farbe... ein lächeln umspielte seine Lippen, als er sie begrüßte und ihr dann auf die Füße half. Wärme durchzog dabei ihren Körper. Dankbar lächelte sie zurück und beide entschlossen sich, zusammen dem Meer bei seinem Spiel zu zu sehen. Sie unterhielten sich ein wenig und erzählten von einander und von ihrer Leidenschaft für das Meer und seiner Willkür.

Seit diesem Tage, sahen sie sich hin und wieder, hier auf dem Hügel und verbrachten so viele Stunden zusammen und lernten sich kennen, erzählten von sich, von ihren Familien und ihren Wünschen - Träumen.

So erfuhr Lady Susan, dass Chris nicht sehr glücklich in seiner Ehe war.

Seine Frau war ein garstiges Wesen, Eitel, hochnäsig, primitiv, Besitzergreifend, Faul und Selbstsüchtig. ER hatte es auch nicht mehr nachvollziehen können, warum er sie heiratete. Sie kannten sich schon von kein auf an, waren regelrecht zusammen groß geworden. Er dachte damals, sie sei seine Traumfrau, seine große Liebe, drum lief er ihr mehrere Jahre hinter her, bis sie dann Heirateten. Einige Zeit schien auch alles sehr schon und harmonisch zu sein, sie liebten sich,  verstanden sich sehr gut und waren Glücklich zusammen. Sicher hin dun wieder gab es Meinungsverschiedenheiten. Aber wo gab es diese nicht? Nur wurde sein Glück immer weiter getrübt. Denn seine Frau wurde immer unzufriedener und ließ das immer häufiger an Christopher aus. Mal fing sie zu streiten an, ohne eigentlichen Grund. Chris wusste so manches mal nicht ein noch aus, musste mit den Launen seiner Frau auskommen und diese ertragen. Sie bereitete kein Essen mehr zu, vernachlässigte auch sonst alle Pflichten einer guten Ehefrau.

Alles blieb liegen und sie suchte sich andere Beschäftigungen, aber im Haushalt tat sie , bis auf wenige Dinge wie Wäsche waschen und Bügeln, nichts mehr.

Als sie guter Hoffnung war, umsorgte sie Christopher umso mehr, aber ihre wechselnden Lauen machten ihm sehr zu schaffen, so dass er hin und wieder aus seinem Hause regelrecht flüchtete. Nur um endlich  ein wenig Ruhe zu finden.

ER ging dann hier auf diesen Hügel, schaute aufs Meer hinaus. Das war dann Entspannung pur, so verbrachte er hier viele Stunden um wieder neue Kraft zu tanken. Sich einfach nur wohl fühlen, ohne Stress, Geschimpfe und Pflichten die man ihm Auferlegte…

Von diesem Hügel aus hatte man eine tolle Sicht auf das Umland und das Meer, mit seiner immensen Kraft und Ausstrahlung von Macht und Kraft. Wenn man sich umsah, konnte man auf Wald bedeckte Hügel blicken mit all ihren versteckten Tieren und sonstigen Bewohnern, auf das Dorf und die Einzelt verstreut liegenden Farmen und den Gutshof Lady Susans Familie.

Lady Susan, liebte das Meer, den Strand und die Stürme, die über das Meer heran kamen. Bei Wind und Wetter war sie draußen und genoss es, vom Sturm zerzaust zu werden. Der knorrige Baum auf dem Hügel, bot auch bei dem schlimmsten Sturm keinen Schutz, vor dem beißendem, schneidendem, eiskaltem Wind, er sah eher wie eine böse Warnung aus, die einem gebot, nicht in seine Nähe zu kommen…

Lange konnte Christopher aber nie an diesem Ort verweilen, weil seine Frau, nicht auf seine Hilfe verzichten wollte. Als er nach einem schönem Tag auf dem Hügel wieder nach Hause kam, wartete seine Frau schon wieder sehr Zornig auf ihn, beschimpfte ihn und wollte wissen, wo er sich so lange rum getrieben habe. Nicht mal seine Jacke konnte  er ausziehen, bevor sie ihn beschimpfte. Sie brauche ihn schließlich zu Hause und er treibe sich nur rum. Sie wäre doch so Hilfe bedürftig

Also machte er sich daran, ihr alles zu geben, wonach es ihr verlangte. Etwas zu trinken, dann etwas süßes, was ihr alles aber nicht so recht zu sagte. Sie wolle lieber etwas herzhaftes, so machte sich Chris daran, etwas für sie beide zu kochen. Als das Mahl bereitet war, sie die ersten Bissen gegessen hatte, begann sie schon wieder zu mäkeln an, das Fleisch sei zu fest, die Kartoffeln  nicht genug gesalzen, das Gemüse zu weich. Kein gutes Haar ließ sie an seinem Essen und dabei hatte er lange in der Küche gestanden, um es besonders schmackhaft zu zubereiten. So wurde ihm nun wieder, diese Mühe und arbeit entlohn, verhöhnt und verspottet wurde sie.

Leider ging das so Tag ein, Tag aus, das er nach seiner getaner Arbeit, er war Architekt, auch noch zu Hause weiter arbeiten durfte. Ohne das gefragt wurde, ob auch er müde und erledigt sei. Wenn er sich nicht daran machte, den Haushalt zu führen, wären sie wohl im „Dreck“ versunken, denn sie bemühte nicht mehr eine Hand, um etwas zu richten. Ruhe oder Entspannung fand er nie zu Hause, immer wieder fiel seiner Frau etwas neues ein, was erledigt werden musste, was somit, keinen Aufschub duldete, sonst wurde sie noch unleidlicher. Und das wollte er sich nicht antun, so beugte er sich und erledigte die anfallenden Dinge.

Wie sehr er sich dann freute, als seine Tochter geboren wurde, liebevoll umsorgte er die Kleine und auch weiterhin seine Frau, da auch  er hoffte, das sie, nach der Geburt, wenn sie sich erholt habe, wieder ihre Hausfrauenpflichten über nehmen würde… doch weit gefehlt. Nicht einen Handschlag tat sie mehr im Haushalt. Sie kümmerte sich nur um die Wäsche und um ihre Tochter, alles andere blieb weiterhin an Christopher hängen. Er hatte einfach nicht die Kraft mehr, sich dagegen aufzulehnen, denn sie war eine starke und störrische Frau. Um die Ruhe in der Familie zu erhalten, tat er weiter, was im Haushalt so anfiel, ohne zu murren. Denn es war nun mal niemand da, der es sonst erledigen würde.

 

 

 

Fortsetzung Folgt