Die Rückkehr

 

Früh war es an diesem Morgen, als ich mit einer dampfenden Tasse Kaffee in der Hand, vor meiner neuen Höhle stand. Bleichstake war ihr Name. Daran musste ich mich erst noch gewöhnen. Auch deren Koordinaten waren seltsam, 195-172, solch seltsame hatte ich noch nie zuvor gesehen. Alles um mich herum ward verändert. Ich hatte das Gefühl, als sei ich Jahre nicht hier gewesen, in diesem Tal. Die Bäume schillerten in einem anderem grün, der Boden war dunkler, das Wasser plätscherte leiser, in dem Bach neben meiner Höhle.

 

Ich sah dem Frühnebel zu, wie er Pirolen schlug, seicht vom Winde weiter getrieben wurde um immer wieder andere Figuren dar zu stellen. Sehnsucht machte sich in mir bereit, als ich meinen Blick weiter schweifen ließ, denn der Wind vertrieb ein wenig den Nebel und ich konnte auf meine leeren Koppeln schauen. Schwerer ward  mir mein Herz dabei, als ich die grüne Wiese darin sah, nichts stand dort mehr. Wie sehr vermisste ich meine Ponys und Lastis. Nichts hüpfte nun umher und stellte Unsinn an. Nichts wieherte laut, wenn es mich sah, niemand lief mir entgegen und rieb sanft seine Nüstern an meinem Arm. Hachja, mir fehlten die vergangenen Zeiten. Als viele Tierchen sich auf den Koppeln tummelten.

 

Lang noch würde es dauern, bis es vielleicht wieder einmal so sein würde. Viel Zeit musste ich noch in den Aufbau meiner Zuchtanlagen stecken. Zeit und viele Ressis. Irgendwie fühlte ich mich hier, doch sehr einsam. Keine Nachbarn, die mal zu Besuch kamen, um ein Schwätzchen  zu halten, einen Kaffee miteinander genießen. Viel zu weit war es, „mal eben“ zur Moni oder Millane01 zu laufen. Für solch einen Besuch, musste man viel Zeit einplanen. Am schlimmsten war es auch, wenn man Lasten zu verschieben hat, denn noch hatte ich nichts, was viel tragen konnte, so das man sehr oft, mehrfach laufen musste um gewünschte Mengen weg zu bringen.

 

Ach wie sehr wünschte ich mir, das ich wenigsten einige wenige Ponys oder Busse hätte. Aber das würde noch dauern. Umso stärker nahm ich mir vor, den Aufbau meiner Höhle schnellstens zu erreichen. Denn so, konnte ich auch anderen Stammes Mitgliedern helfen, dass auch sie ein wenig besser ausgestattet waren.

 

Glücklich war ich, als ich endlich meine 2te Höhle bekam. Zwar war deren Name nicht so mein Ding, aber besser diese, als immer noch nur 1 Höhle. Beim missen hatte ich sehr viel Glück, denn es bot niemand gegen mich. Wohl auch durch die Hilfe meines Stammes, zu dem ich wieder gegangen war. Man nahm mich auf, aber es war immer noch so seltsam bei ihm, wie schon beim letztem mal. Manchmal frage ich mich, warum bin ich wieder zu ihnen gegangen? Man scheint mir nicht so recht zu vertrauen. Jedes meiner Worte, wird fast auf die Goldwaage gelegt. Na ja … mal schauen wie es wird. Wohlfühlen? … nein, das ist nicht gegeben … nicht mehr …

 

Wie besessen, stürzte ich mich wieder in die Arbeit, nach einem fast schon Streitgespräch, mit einem Stammeskollegen … enttäuscht… wütend … unverstanden? Ja… so war mir zu mute.

Wie wild, macht ich mich nun dran, mal wieder etwas in meine 3te Missionshöhle zu bringen, bei den Nachbarn vorbei zu schauen, ob es nicht doch noch ein wenig für mich zu holen gab.

Nummer 3 würde ein harter Brocken werden, denn ein Mitmisser war darin, aus einem recht anerkannten Stamm. Aber ich hoffte, dass ich es dennoch gegen ihn schaffen würde.

 

Nach dem ich meinen Kaffee getrunken hatte, machte ich mich wieder an die Arbeit. Viel gab es noch zu tun, denn die Koppel war in keinem guten Zustand. Viele der Holzpfähle waren morsch und mussten ersetzt werden. Schließlich wollte ich nicht dass meine Ponys später entlaufen konnten. Ich ging also in den nahen Wald um mir Holz zu besorgen. Axt und Seile hatte ich schon bereit gelegt um sie mit zu nehmen. gemütlichen Schrittes ging ich durch den Wald. Um mich herum zwitscherten Vögel, ein Kaninchen  hüpfte über den Weg und im Unterholz knackte es laut. Wie schön es doch hier war. So fühlte ich mich am wohlsten, alleine, niemand war da, der diese Zweisamkeit, der Wald und ich, störte. Niemand da, über den man sich ärgern musste. Niemand da, mit dem man sich schon fast zankt. Es war einfach nur wunderschön. Ich genoss die Zeit, in der ich aus dem Unterholz, die richtigen Pfähle schlug. Als ich ca. 20 stück zusammen hatte, suchte ich noch einige längere Stangen um auch die Seiten fest absichern zu können.

 

Ich nahm nun  mein Seil und band damit das Holz zusammen. So war es einfach alles Heim zu schaffen. Schwer war es und ich musste mich sehr anstrengen, aber es ging. Gut 1 std. brauchte ich für den Heimweg. Dort angekommen, entfernte ich erstmal die morschen Holzteile der Koppel und brachte sie zum Lagerfeuer, das vor der Höhle sanft loderte. Dann machte ich mich daran, die neuen Pfähle ein wenig anzuspitzen, so wurde es erleichtert, sie in die Erde zu schlagen. Nach 2 weiteren Stunden war auch dieses geschafft und ich hatte eine fast nagelneue Koppel. Nun konnten die ersten Ponys kommen.  *seufz*

Erfreut über mein geschafftes Tagewerk machte ich mich nun daran, endlich was Nahrhaftes zu Futtern zu finden. Ich schnappte mir meine Angel und lief zum Bach runter. Vielleicht hatte ich ja Glück und es biss ein feiner Fisch an. Unten am See angekommen, buddelte ich erstmal ein wenig am Ufer rum, schließlich brauchte ich ja auch noch n paar schmackhafte Würmchen um die Fische zu futtern. Nach kurzer Zeit hatte ich genügend gefunden, wusch meine Hände und begann damit, die Fische zu füttern und den Wurm zu baden. Ich machte es mir dabei unter einem Baum gemütlich, lehnte mich an seinen Stamm und beobachtete meine Angelschnur. Ich war gerade kurz vorm eindösen, als sich dort etwas tat, die Schnur wanderte durch das Wasser. Einen Momentlang, wartete ich noch, dann nahm ich die Rute auf und schlug sanft an. Wow, was kämpfte da am anderem Ende. Es musste ein rechter Brocken sein, denn ich hatte große Mühe ihn an Land zu bringen. Nach endlos scheinenden Minuten endlich, hatte ich es doch geschafft und ans Tageslicht kam ein stattlicher Fisch. Was es für eine Art war, kann ich nicht sagen. Mir war es auch egal, wichtig war nur, das es was zu Essen gab.

 

So machte ich mich nun daran, den Fisch zu schuppen und ihn auszunehmen. Nachdem ich ihn getötet hatte. Wusch ihn dann gut im Wasser ab und ging zu meiner Höhle zurück. Dort angekommen, entfachte ich das Feuer neu, das morsche Holz von der Koppel half mir sehr gut dabei. In kürzester Zeit, brannte ein lustiges Feuer und ich konnte den Fisch, auf einem Stab gesteckt darüber grillen. Zuvor hatte ich ihn noch ein wenig gesalzen und wenig Pfeffer an und in ihn gegeben. Schon nach sehr kurzer Zeit duftete es super lecker nach dem zugrillendem Fisch. Aber es dauerte  ja noch, bis er endlich gar war. Ich befestigte den Stock mit dem Fisch so, dass er weiter gerillt werden konnte und setzte noch einen Topf mit Wasser auf, damit ich noch einen Kaffee bekam. Zwischendurch drehte ich den Fisch immer wieder, damit er nicht verbrannte.

 

In Gedanken versunken, starrte ich in die Flammen des Lagerfeuers. Als mich plötzlich ein lautes Knacken hinter, mich aufschrecken ließ.

 

Wie vom Irwisch getroffen, sprang ich auch und drehte mich um. Was ich da sah, verschlug mir die Sprache. Ein großes unförmiges Wesen stand fast vor mir. Über und über mit Blut besudelt. Es tropfte regelrecht von ihm herunter. Zögerlich versuchte ich einen Schritt nach hinten zu machen, wurde dabei aber durch das Lagerfeuer behindert. Drum versuchte ich an ihm vorbei zukommen. Das Wesen beobachtete mich dabei genau. Als ich endlich am Feuer vorbei war, konnte ich auf die Seite des Wesens schauen. Mir stockte der Atem. Denn das was ich da zu sehen bekam, konnte ich nicht fassen. Unter dem Blut und dem Dreck den es bedeckte, schimmerte etwas Silbernes hervor. Es sah aus, wie das Zaum und Sattelzeugs, das ich früher benutzt hatte.

 

Von dem Schrecken und der Verwunderung ein wenig erholt, schluckte ich hart. Ich versuchte meine Stimme wieder zu finden. Nach dem 3ten Versuch klappte es endlich und leise, ganz sanft begann ich zu sprechen. „Ruhig Kleines, keine Angst. Was ist nur mit dir Geschehen? Brauchst keine Angst zu haben. Komm, ich will versuchen dir zu helfen, wenn du es zulassen willst.“ Bei diesen Worten war ich ganz langsam auf das Wesen zu gegangen. Etwas unwillig schaute es mich an, scheu, ängstlich vielleicht auch ein wenig verwirrt? Ich weis es nicht, aber es schien mir so. Als ich bis auf ca. einen Meter an es heran war, begann es mit dem Kopf zu weben, die Augen wurden weit aufgerissen, mit den Vorderhufen zu scharren begann. Ich blieb stehen. Redete weiter auf es ein. Sanft und benutzte dabei auch immer wieder die Ansprache, die ich früher zu meinen Einheiten, Ponys und Lasties genutzt hatte. Als das Wesen wieder etwas ruhiger geworden war, ging ich weiter. Nun standen wir Kopf an Kopf. Es hob diesen und blies mir seinen heißen Atem ins Gesicht. Auch ich Blies es an, dabei schüttelte es den Kopf und machte ein Geräusch, das mir sehr bekannt vorkam. Langsam hob ich meine Hand. Ängstlich schaute es zu und als ich es berührte, spürte ich die Angst, das Beben und Zittern.

 

Ich hatte hier, ein Wesen vor mir, total voll Panik und Angst, Schmerzen und Einsamkeit? Oh ja, Einsamkeit... Sacht begann ich es zu streicheln und redete und redete. Was ich sagte, das weis ich nicht mehr, aber ich redete und dabei wurde das Wesen immer ruhiger. Ich entschloss mich ihm zu helfen, so packte ich es am Zaumzeug und führte es vorsichtig zur Höhle. Dort versuchte ich vorsichtig mit Wasser und weichem Lappen etwas Schmutz und Blut abzuwaschen, aber viel, brachte mein Versuch nicht. So verschob ich es erstmal und suchte etwas Fressbares für das Tierchen. Heu, Körner und einen großen Berg frisches Gras legte ich ihm hin. Dankbar schaute es mich an und futterte drauf los.

 

Derweil ging ich zum Lagerfeuer zurück und nahm dort meinen Fisch, der inzwischen gar geworden war. Auch ich aß nun endlich etwas. Aber dabei verlor ich nicht das Wesen aus den Augen, sah zu wie es genüsslich sich über das Futter her machte das ich ihm gebracht hatte. Es aß so lange, bis nichts mehr übrig war. Dann schaute es auf, schaute mich an und kam langsam zu mir rüber. Blieb neben mir stehen und begann seine Nase an meinem Arm zu reiben. Dabei machte es recht vergnügte Geräusche. Ich streichelte es und sprach leise dabei mit ihm.

 

Als auch ich aufgegessen hatte, beschloss ich zum nahen Bach mit ihm zu gehen und stiefelte los, dabei lockte ich das Wesen und nach einigem zögern folgte es mir. Am Bach angekommen, entkleidete ich mich. Nur meine Langenunterhosen ließ  ich an und stieg langsam in das angenehme Wasser. Dabei lockte ich sanft, das Wesen, am Ufer war es und trank gierig das kühle nass. Ich spritze das Wesen nass. Was es mit einem Unwilligen Laut zur Kenntnis nahm. Aber ich spritze dennoch weiter mit dem Wasser in seine Richtung. Es Schüttelte sich und scharrte mit den Hufen. Irgendwann hatte es genug und sprang mit einem Satz ins Wasser und schubste mich mit seinem Kopf um. Ich hielt mich dabei an seinem Kopf fest und so stoben wir zwei durch das Wasser, auch in des etwas tiefere. Wie kleine Kinder tollten wir durch das Wasser. In einer kleinen Atempause, begann ich damit, das Wesen ein wenig abzuwaschen. Dabei kam wirklich ein Sattel zum Vorscheinen. Vorsichtig löste ich den Sattelgurt und ließ ihn ins Wasser fallen. Und kümmerte mich dann weiter um das Wesen. Immer verwunderter wurde ich. Denn unter dem Dreck und Blut, kam ein helles, fast weißes Fell zum vor. Leichte Ansätze zart brauner Flecken mit dabei. Ich schaffte es, mit einiger Mühe, das Wesen dazu zu bekommen, das es sich hinlegte, so konnte ich es viel besser sauber bekommen. Und mit viel mühe und arbeit, bekam ich es komplett sauber, auch den Kopf.

 

Ich trat einige Schritte zurück. Das weiße Tierchen stand auf, schüttelte sich sehr kräftig, wieherte laut und fordernd.  Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Denn das, was ich hier sah, konnte nur ein Traum sein. Denn vor mir stand  -  eines meiner Lastis!

Eines der Tiere, die ich mit vielerlei Kreuzungen und Mühen gezüchtet hatte, denn die ursprünglichen Lasties waren alle braun, bis schwarz. Und ich hab durch eine neue Züchtung, die ich mal irgendwo auf meinen Wanderschaften entdeckt hatte und mitgenommen, nach und nach, die hellen Lasties hervorbringen können. Als ich fort gehen musste, aus dem Tal, waren auch all meine Tierchen  fort gebracht worden. NIE hätte ich zu denken gewagt, je wieder eines dieser Tierchen zu sehen. So sehr ich auch an ihnen gehangen hatte.

 

Aber gut, nun war es hier und ich hatte viel zu tun, denn das Tierchen blutete noch immer. Es hatte einige kleinere und auch größere Wunden, die das Fell schon wieder rot einfärbten. So führte ich es aus dem Wasser, nahm aber auch den Sattel mit und wir gingen zur Höhle zurück. Dort angekommen, besorgte ich Salben und Verbandsmaterial. Über eine Stunde brauchte ich, um alle Wunden zu versorgen. Geduldig hatte Frohny es über sich ergehen lassen. Ja Frohny hatte ich es getauft. Und es schien damit einverstanden zu  sein. Dankbar schubberte es seinen  Kopf an meine Seite und ich ließ es gerne gefallen. Denn wie einsam ich die ganze Zeit gewesen bin merkte ich erst jetzt so richtig.

 

Niemand mit dem man Reden konnte, niemand mit dem man was unternehmen konnte, niemand, der mit einem gemeinsam die Mahlzeiten einnahm… Wie sehr vermisste ich doch Maleficarum… aber diese Zeiten waren vorbei. Weit weg wohnte dieser nun. Nicht zu ändern. So wollte ich nun das Beste daraus machen und es musste ja auch irgendwie weiter gehen. Nachdem sich Frohny ein wenig erholt hatte, von meiner Prozedur, führte ich sie auf die saftigste Weide dich ich mein eigen nennen durfte. Frisches Wasser war reichlich vorhanden und das Gras so saftig wie noch nie. Hier würde sie sich wohl fühlen. Glücklich, über das Geschehende heute, machte ich mich hundemüde ins Bettchen, wer weis, was der nächste Tag bringen würde….

  

Früh am nächsten Morgen wachte ich auf. Denn Frohny wieherte sehr laut. Irgendetwas stimmte nicht. So wie ich war, rannte ich raus, nachdem ich noch über einen Wassereimer gestolpert war, den ich am Abend zu vor mit rein gebracht hatte. Aber darum kümmerte ich mich nun nicht, rannte weiter zum Höhleneingang. Als ich dort angekommen war, sah ich mich vorsichtig um. Aber ich konnte zunächst nichts entdecken, was anders war, als es sein sollte.

 

So ging ich langsam, aber vorsichtig auf die Koppel zu, wo Frohny unruhig scharrend auf mich wartete. Immer wieder blickte sie zum Bach rüber. Da schien etwas zu sein, was ihr nicht behagte. Als ich bei ihr angekommen war, schmiegte sie gleich ihren Kopf an meine Schulter und langsam beruhigte sie sich etwas. Ich holte sie aus der Koppel und ging langsam Richtung Bach. Erst wollte sie mir nicht folgen, aber dann trabte sie doch langsam und sehr vorsichtig hinter mir her. Denn sie vertraute mir. Ich ging sehr vorsichtig und nahm jeden Stein als Deckung. Kurz vor dem Bach blieb ich stehen, aber ich konnte nichts entdecken. Frohny aber, schaute auf die andere Seite des Ufers und scharrte wieder mit den Hufen. Also beschloss ich, hinüber zu gehen und zu schauen, was denn nun da nicht in Ordnung sei.

Langsam schritt ich durch den Bach, sehr tief war er hier nicht. Das Wasser reichte mir nur bis etwas über die Knie, da ich eh keine Hose anhatte, nur ein langes T-Shirt, war es nicht so wichtig. Ich drehte mich um und schaute, wo Frohny hin blickte. So musste ich noch einige Schritte nach rechts gehen, etwas musste am Busch nicht in Ordnung sein. Als ich dann, langsam die Böschung hoch ging, bewegte sich ein Ast des Busches. Ich ging in Deckung und schlich langsam weiter. Sehen konnte ich noch nichts, so ging ich weiter hoch. Als ich fast um den Busch herum war, sah ich 2 Füße unter dem Busch hervor lünkern. „Hallo“ rief ich leise. Aber ich bekam keine Antwort. So beschloss ich einfach mal an den Füßen zu ziehen. Erst nur vorsichtig, aber nichts regte sich, dann zog ich stärker und die Füße wurden länger, dann erschienen Beine und dann noch ein Po und bald hatte ich alles andere auch vor mir liegen.

 

Ganz in Leder gekleidet und total verschmutzt lag nun ein Mann vor mir. Groß, und mit kuscheligen Körpermassen. Aber er regte sich nicht. Schien bewusstlos zu sein. Ich sollte ihn mit zur Höhle nehmen, dachte ich so bei mir, aber alleine konnte ich ihn auf keinen fall tragen, dazu war der Weg zur Höhle zurück, einfach zu weit. Ich rief Frohny, aber sie wollte nicht kommen. So ging ich zu ihr und redete sanft auf sie ein, nach und nach konnte ich sie doch dazu überreden, das sie mit rüber kam, erst nur widerwillig, aber dann wurd es doch besser und sie folgte mir. Als sie den Mann liegen sah, beruhigte sie sich ganz. Willig ließ sie es geschehen, dass ich ihn auf sie legte. Vorsichtig gingen wir so, noch mal durch den Bach und schafften ihn in die Höhle. Frohny trug ihn bis in meine Schlafkammer und dort zog ich ihm erstmal die schmutzigen Sachen aus und legte ihn dann aufs Bett. Ich besorgte etwas Wasser und einen weichen Lappen. Damit begann ich sein Gesicht zu säubern, denn es war sehr schmutzig und an der Stirn war eine böse Verletzung. So nach und nach konnte man erkennen, das er ein sehr angenehmes Gesicht hatte und er gefiel mir. Die Wunde versorgte ich mit etwas Salbe.

 

Seine Hände wusch ich auch noch etwas ab. Und deckte ihn dann zu. Allerdings konnte ich mich an seiner behaarten Brust kaum satt sehen. Grins.

Dennoch machte ich mich von dannen um in meiner kleinen Kochecke eine Brühe herzustellen. Frohny war einfach da geblieben und lief mir nun hinter her. So konnte sie n bissel von den Zutaten erhaschen und ich ließ es ihr gerne durch gehen. Denn sie war nun mal ein zu süßes Tierchen. Bald schon brodelte die Suppe im Kessel und ich machte mich nun an die normalen Arbeiten, denn schließlich sollten ja bald Lastis und Busse auch hier Produziert werden. Auf dem Weg hinaus, schaute ich noch mal nach meinem Findling, aber er schlief noch. Drum nahm ich meine Arbeit wieder auf. Denn das Kontruktionszentrum musste ja noch errichtet werden. Viele Ressis brauchte ich dazu, drum ging ich in den Wald um einiges an Holz zu schlagen, auch Steine die ich unterwegs fand, nahm ich mit. Aber leider hatte ich vergessen, Tragen mit zu nehmen, so konnte ich nicht ganz so viel mitnehmen wie ich gefunden hatte. Aber einiges schaffte ich dennoch mit Heim. Damit konnte ich schon mal wenigstens Stufe 1 errichten. Und das war schon mal ein gutes Stückchen. 3 weitere Stufen würden dann folgen.

 

Als ich damit fertig war, ging ich wieder in die Höhle, sah nach meinem Besucher und schaute dann was die Suppe machte. Sie war nun fertig, duftete sehr lecker und ich nahm mir einen Teller. Frohny wollte nichts von der Suppe, war ihr wohl nicht so angenehm oder zu warm. Aber ich stärkte mich erstmal und dann befüllte ich den Teller noch mal und ging zu meinem Gast. Ich legte ihm noch mal ein kühlendes Tuch auf die Stirn. Dieses schien seine Geister zu wecken, denn er begann zu blinzeln und schlug nach einiger Zeit die Augen auf. Erschreckt blickte er um sich, wollte etwas sagen, was ihm aber nicht gelang, da er wohl einen sehr ausgedörrten Hals hatte. Ich bette ihn wieder mit sanfter Gewalt und sprach leise mit ihm. Das er sich keine Sorgen müsse und bei mir in Sicherheit sei. Allmählich beruhigte er sich und ich begann damit, ihm vorsichtig die Suppe einzuflößen. Er nahm es gerne an, denn es half seinen Hals sich ein wenig zu erholen. Als er den halben Teller leer hatte, schloss er erschöpft die Augen und schlief wieder ein.

 

Ich schaute ihm eine Weile beim schlafen zu. Ging dann aber wieder in den Küchenbereich und wusch den Teller ab. Dann brachte ich Frohny auf die Koppel und versorgte sie mit frischem Grün und Wasser. Kraulte sie noch mal und ging dann noch mal mit einer Trage in den Wald um noch ein wenig Material zu besorgen. 2 Mal lief ich noch hin und her, so hatte ich dann erstmal wieder genug zu tun. Aber das musste bis zum nächstem Morgen warten, denn es wurde schon dunkel und da konnte ich ja nicht mehr viel machen. So schaffte ich die Trage wieder in ihren Schuppen und ging zum Wasserbottich. Zog mich oben rum aus und wusch meine verschwitzte Haut. Das tat sehr gut und ich belebte wieder ein wenig, denn die Steine waren sehr schwer gewesen. Mein Hemd wusch ich auch gleich aus, denn es war sehr schmutzig und verschwitzt, hängte es auf und ging in die Höhle. Dort setzte ich noch mal eine Kanne Wasser auf um Kaffee zu machen. Als das Wasser auf dem Herd stand, ging ich in meinen Bereich zurück um mir erstmal ein anderes Hemd zu suchen. Da ich ja nicht mehr alleine war, konnte ich so schlecht rum laufen, sollte mein Besuch wach werden.